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Die Verbindlichkeit wahrer Christen, nach dem Muster Jesu, ihren Willem dem Göttlichen Willen zu unterwerfen : Wurde als ... Herr Johann Jacob Plitt ... am 5ten April 1773. durch einen seligen Tod diese Welt verlassen ... vorgestellet / von Johann Jacob Willemer ..
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ſet euch in eurem ganzen Leben nach dem Muſter JEſu dem göttlichen Wil⸗ jen und gebet einmal nach ſeinem Willen euer Leben willig in den Tod dahin: ſo werdet ihr einmal mit uns gemeinſchaftlich einer ewigen und unausſprechlichen Herrlichkeit theilhaftig werden. Da wollen wir einmal dem Lamm, das erwuͤrgt iſt, Preiß, Ehre und Danck bringen von Ewig⸗ keit zu Ewigkeit.

Theuneſten Freunde! Was ich jtzo von der Verbindlichkeit wah⸗ rer Chriſten, ihren Willen dem goͤttlichen Willen zu unterwerfen, geſagt habe, das hat unſer ſeelig verſtorbenener Herr Senior mit ſeinem Beyſpiel in ſeinem ganzen Leben und beſonders in ſeiner kurzen Kranckheit bewieſen.

Da er merkte, daß ſeine Krankheit wuͤrde toͤdlich werden, lagen ihm zwar ſeine viele kleine noch unerzogene Kinder ſehr am Herzen, er ſagte aber mehr als einmal zu ihnen: Ich ſterbe, und GOtt wird mit euch ſeyn. Und ſo unterwarf er ſeinen Willen dem Willen ſeines Himmliſchen Vaters. Als ich vergangenen Montag Morgens bey ihm war, und ihn in der Stille inbruͤnſtig zu GOtt ſeufzen hoͤrte, vermahnte ich ihn, in der Stille zu ſei⸗ nem groſſen Hohenprieſter ſeine Zuftucht zu nehmen, und ihn zu bitten, weil er ſelbſt nicht mehr im Stande waͤre, wegen groſſer Bangigkeit ſeines Herzens laut zu beten, er wolle ihn bey ſeinem Vater vertreten, und dem⸗ ſelben zeigen an, daß er genug habe fuͤr ihn gethan. Ich fuͤhrte ihm be⸗ ſonders in der gegenwaͤrtigen Heil. Paßions⸗Zeit die Worte ſeines leidenden Erloͤſers zu Gemuͤthe: Vater iſts moͤglich, ſo gehe dieſer Kelch von mir, doch nicht wie ich will, ſondern wie du willt. Seine be, truͤbte Gattin, die am Bett mit ſaſſe, ſagte zu mir: Der eine Theil dieſer Worte waͤre leicht zu beten, aber der andere Theil ſehr ſchwer. Ich ant⸗ wortete ihr, daran haͤtte auch ein Chriſt ſein ganzes Leben durch zu lernen. Der ſeelig Verſtorbene gab mir ſeinen Beyfall zu erkennen, und damit zu⸗ gleich die erſte Gelegenheit, dieſe Worte vorzuͤglich vor andern zu ſeinem Leichen⸗Tepte zu erwaͤhlen. Als ich des Mittags wegen Amts⸗Geſchaͤf⸗

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