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NO(17)+ kommen, ſondern die den Willen thun meines Vaters im Himmel. O allerliebſten Freunde! Noch nicht genug fuͤr Chriſten, die ſelig werden wollen. Wir ſind verbunden, uns auch dem goͤttlichen Willen zu unter⸗ werfen, in Anſehung ſeiner Wege und Fuͤhrungen, die unſere Seligkeit beſoͤrdern ſollen. Es iſt nicht zu leugnen, daß, das was ich itzo ſage, etwas boͤchſt ſchweres im Chriſtenthum ſeye, ſich nemlich dem goͤttlichen Willen in allen Umſtaͤnden ſeines Lebens zu unterwerfen. Doch iſt es nichts ohn⸗
moͤgliches. O Mein GOtt, welch ein ſtarcker Glaube, welch ein groſ⸗
ſes Vertrauen gehoͤret dazu! gewiß, der Chriſt hat es in ſeinem Chri⸗ ſtenthum ſehr weit gebracht, der da ſagen kann: Beſter Vater im Him⸗ mel! ſoll ich in der Welt in Armuth, in Elend, unter tauſend Sorgen mein Leben zubringen: Dein Wille geſchebe! ſoll ich einmal auf meinem Siechbette unter langem Warten von einer Morgenwache zu der andern, in groſen Schmertzen auf deine Huͤlfe warten: Dein Wille geſchehe! willt du mir meine Eltern, mein Ehegatten, meine Kinder fruͤhzeitig hinweg nehmen: Dein Wille geſchehe! ſoll ich ſelbſt einmal in der Bluͤthe meiner Jahre mein Leben dahin geben: HErr, dein Wille geſchehe! O vielleicht ſind viele hier gegenwaͤrtig, die ſchon Eltern, Kinder, Ehegatien, Geſchwi⸗ ſter, Freunde, durch den Tod nach dem Willen GOttes verlohren ha⸗ ben. Ihr errinnert euch noch itzo der Thraͤnen, die ihr uͤber ihren Ab⸗ ſchied vergoſſen, der groſſen Schmertzen, die ſie auf ihrem Siechbette aus⸗ geſtanden, der vielen Seufzer, die ſie gen Himmel um ihre ſeelige Auftoͤ⸗ ſung geſchickt, der erbaulichen Geſpraͤche, die ihr mit ihnen vor ihrem Ende gefuͤhret. Sie haben nach dem Willen GOttes ihr Leben willig nach dem Muſter JEſu dahin gegeben, und ſind euch in die ſelige Ewigkeit
vorangegangen. Waͤre es moͤglich, daß ihr koͤnntet einige Augenblicke
euch noch mit ihnen unterreden, gewiß und wahrhaftig, nichts anders
als das wuͤrden ſie euch ſagen. O Eltern, Kinder, Ehegatten, Ge⸗
ſchwiſter und Freunde, die ganze Welt mit aller ihrer Pracht und Herr⸗ lichkeit iſt nicht werth der Herrlichkeit, die an uns iſt offenbahret wor⸗ den, Eilet, jaget nach dem vorgeſteckten Ziel und Kleinod, unterwer⸗ E fet


