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Daß man GOtt auf ſein Wort glaube. GOtt hat einen unend⸗ lichen Verſtand: er kann uns alſo Wahrbeiten offenbahren, welche die Graͤnzen unſeres endlichen Verſtandes uͤberſteigen. Da muͤſſen wir un⸗ ſere Vernunft gefangen nehmen, GOtt auf ſein Wort glauben, und ihm zutrauen, alles was er uns ſagt und beſtehlt, muß wahr ſeyn. Hieher gehoͤren alle Geheimnuͤſſe der Chriſtlichen Religion. Ich will dieſes nur mit einem Stuͤck erlaͤutern. GOTT hat in ſeinem Wort verheiſen, daß er wolle die Todten auferwecken. Gebe ich nun zu, daß GOtt all⸗ maͤchtig ſey; und wer kann das leugnen? ſo muß ich auch zugeben, wenn GOtt geſagt hat, er wolle die Todten auferwecken, daß er ſie auch kann und werde auferwecken. Daher iſt vergeblich, wenn ich fragen wollte: ja wie iſt es aber moͤglich? wie koͤnnen Todten auferſtehen? wie kann der Staub des Menſchen, der oft in alle Theile der Welt iſt zerſtreuet wor⸗ den, wieder hergeſtellet werden. Genug, GOtt hats geſagt, ſo iſt es wahr, ſo wirds auch geſchehen.
2) Wenn man es nicht beym bloſen Wiſſen des goͤttlichen Willens bewenden laͤſſet ſondern ſich auch bemuͤhet ſein Le⸗ ben darnach einzurichten.
Die meiſten Chriſten wiſſen gar wohl den goͤttlichen Willen, was recht was unrecht ſey, daß ſie nach dem Willen GOttes verleugnen ſollen das ungoͤttliche Weſen und die weltliche Luͤſten, und zuͤchtig, gerecht und gottſelig leben, laſſen es aber beym Wiſſen bewenden, ſind bloſe Hoͤ— rer, aber keine Thaͤter des goͤttlichen Worts, ſuͤndigen muthwillig wider beſſer Wiſſen und Gewiſſen.
3) Wenn man nicht mit Fleiſch und Blut zu Kath gehet, ſon⸗ dern ſeinen eigenen Willen zu brechen ſucht.
2 Waͤre


