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zum Ungluͤck gebohren zu ſeyn, er muß ſeine Tage auf dem Siechbette unter groſſen Schmerzen zubringen, leidet an allem Mangel, hat oft nicht das Nothwendigſte, was er zu ſeiner und der Seinigen Verſorgung brauchet. Ein Ungluͤck kommt auf das andere, alle Wetter der Truͤbſale ſchlagen oft uͤber ſeinem Haupte zuſammen: er kommt durch mancherley Ungluͤcksfaͤlle um Haab und Gut. Sehet dort jenen Menſchen, der ſtirbt in der Bluͤthe ſeiner Jahre, welcher der Kirche, dem gemeinen Weſen, und den Seinigen die erſprieslichſte Dienſte noch haͤtte leiſten koͤnnen. Dort iſt ein anderer, deſſen ſein Leben uͤberſteiget die Graͤnzen von dem ge⸗ ſezten Ziel des menſchlichen Lebens, und iſt ſich und der Welt eine Laſt. Da iſt ein Land, da bluͤhen Kuͤnſte und Wiſſenſchaften, da iſt Handel und Wandel geſegnet, da genießt ein jeder mit den Seinigen ſein Brod unter ſeinem Weinſtock und Feigenbaum. Dort iſt ein Land, da herrſchet Blindheit, Finſterniß, Unwiſſenheit. Krieg, Peſt, Hungersnoth rich⸗ ten daſſelbe ganz zu Grund. Welcher Sterbliche kann hier ſagen, warum thut GOtt das? Hier müſſen wir geſtehen: GOtt, du biſt ein verborgener GOtt, unerforſchlich ſind deine Wege, und unbegreiflich deine Gerichte.
Zum andern will ich nun beweiſen, daß wahre Chriſten verbun⸗ den ſind, ihren Willen nach dem Muſter IEſu dem goͤttlichen Willen zu unterwerfen. Weil ſich IEſus als unſer Mittler und Buͤrge einmal dargeboten, ſo war er auch verbunden, ſeinen Willen dem Willen ſeines himmliſchen Vaters zu unterwerfen, und alles zu thun und zu leiſten, was wir haͤtten thun ſollen. So ſind wahre Chriſten nach dem Muſter IEſu auch verbunden, ihren Willen dem goͤttlichen Willen zu unterwer⸗ fen. Was heiſt das aber, ſeinen Willen dem Willen GOttes unterwer⸗ fen? 1) wird erfordert,
Daß
bannt zu ſeyn. Sehet im Gegentheil dort jenen Menſchen, er ſcheinet
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