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Die Frauenbewegung, ihre Ziele und ihre Bedeutung / von Elsbeth Krukenberg
Entstehung
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nach Jahren ſorgfältigen Prüfens und Erwägens in einem Lehrplan zuſammengefaßt, der im weſentlichen, nach einer Wiedergabe der Oberlehrerin fl. M. Riſtow, folgendes enthält:

Die moderne Seit hat den Frauen den 5ugang zu ver⸗ ſchiedenen höheren Berufen erſchloſſen; es handelt ſich nun darum, ihnen auch die erforderlichen Bildungsgelegenheiten zu verſchaffen. Dieſes zweifache Siel der höheren Mädchenbil⸗ dung bedingt eine Gabelung der zukünftigen höheren Mäd⸗ chenſchule. Nach einem gemeinſamen jährigen Unter⸗ und

Mittelbau ſoll ſich die Anſtalt in zwei je 6 klaſſige Abtei⸗

lungen gabeln, von denen die eine die Wirkſamkeit der Frau im hHauſe und in der Gemeinde im Kuge hat, die andere, real⸗ gumnaſiale Abteilung der Vorbereitung auf die Univerſität dient und folglich mit der Reifeprüfung ſchließt. Solche an die höhere Mädchenſchule angegliederte Realgymnaſialklaſſen bieten den Vorteil, daß auf der gewonnenen Bildungsgrund⸗ lage lückenlos und ohne Ueberhaſtung weitergebaut werden kann; durch die Verteilung des Lehrſtoffes auf 6 Jahre wird auch eine Ueberlaſtung der Schülerinnen vermieden werden können. Die Rückſicht auf die Geſundheit der Mädchen, be⸗ ſonders auf ihre Schonungsbedürftigkeit in den Entwicklungs⸗ jahren hat dazu geführt, den Mädchen ein Jahr länger als den Knaben, alſo 13 ſtatt 12 Schuljahre zuzuweiſen.

Der eigentlichen höheren Mädchenſchule würden nun alle die Mädchen verbleiben, die kein akademiſches Studium beab⸗ ſichtigen, alſo die weitaus überwiegende Mehrheit. Davon würde ein großer Ceil nach Verlaſſen der Schule in einer Fach⸗ ſchule die Vorbildung für einen Beruf erſtreben; für dieſe iſt wie heute der Beſuch der 10 klaſſigen Schule vorgeſehen, ſo daß bei der Stoffverteilung darauf Bedacht genommen iſt, daß nach 10 Jahren ein beſtimmter Abſchluß gewonnen wird, der