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Hebung des Lehrerinnenſtandes, Kräftigung des Solida⸗ ritätsgefühls unter den Lehrerinnen, Vertretung ihrer mate⸗ riellen Intereſſen, ſtärkere Beteiligung der Lehrerinnen an der Volksbildung, insbeſondere an dem Unterricht in den Ober⸗ klaſſen der höheren Mädchenſchule, Vertiefung der Lehrerinnen⸗ bildung, Reform der höheren Mädchenſchule, das waren die Siele, denen der Verein zuſtrebte, Ziele, die er nicht nur durch Verſammlungen und Petitionen, ſondern vor allem auch durch ſtrenge Anforderungen, die die Lehrerinnen an ſich ſelbſt ſtellten, zu erreichen verſuchte.
In unermüdlicher Arbeit haben die über ganz Deutſch⸗ land und auch ins Ausland verſtreuten Lehrerinnen Selbſter⸗ ziehung geübt, ihr Wiſſen, ſoweit ihnen andere Wege noch nicht geboten waren, durch private Arbeit vertieft, in re⸗ gelmäßigen Suſammenkünften, in kleineren Verſammlungen und auf den alle zwei Jahre ſtattfindenden großen Lehrerinnen⸗ tagen ihre Anſchauungen geklärt und in freimütiger Dis⸗ Kuſſion weiterentwickelt. Beſondere Sektionen bildeten ſich für die verſchiedenen Fragen des Mädchenſchulweſens und der Lehrerinnenbildungsreform, eine weitverzweigte bis ins Aus⸗ land reichende Stellenvermittlung(unter Leitung von helene Adelmann in London) hob durch die Gewiſſenhaftigkeit ihrer Arbeit, durch die Entſchiedenheit, mit der ſie die Intereſſen der Lehrerinnen vertrat— minderwertige Elemente unter den Fachgenoſſinnen nach Möglichkeit ausſchließend— das ln⸗ ſehen des ganzen Standes.
Durch die Mitwirkung der Volksſchullehrerinnen— die an den preußiſchen Schulen tätigen hatten ſich 1894 zu einem Verbande preußiſcher Volksſchullehrerinnen zuſammengeſchloſſen, der jedoch dem Allg. Deutſchen Lehrerinnenverein mitangehört — wurden auch die auf hHebung der breiteren Volksſchichten


