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Die Frauenbewegung, ihre Ziele und ihre Bedeutung / von Elsbeth Krukenberg
Entstehung
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BA AS

von ſeiten der Frauenbewegung 1887 mit einer von einer Reihe Berliner Frauen eingereichten Petition ein, die folgende zwei Unträge enthielt:

1) Dem weiblichen Element möge eine größere Beteili⸗ gung an dem wiſſenſchaftlichen Unterricht der Mittel⸗ und Oberſtufe gegeben werden, Religion und Deutſch, die für die Entwicklung des Charakters bedeutſamſten Jächer, mögen in Frauenhände gelegt werden.

2) Zur Kusbildung wiſſenſchaftlicher Lehrerinnen für die Oberklaſſen der höheren Mädchenſchule möge der Staat be⸗ ſondere Anſtalten errichten.

Der petition war eine Begleitſchrift hinzugefügt, die weit über die Grenzen der Fachkreiſe hinaus Kufſehen erregte, lebhafteſter Zuſtimmung in Frauenkreiſen, ſchroffer Ablehnung von ſeiten der Regierung wie von ſeiten der Mehrzahl männ⸗ licher Mädchenſchulpädagogen begegnete.

Die Verfaſſerin dieſer Begleitſchrift war helene Lange. zwei Jahr ſpäter veröffentlichte ſie unter dem CitelJrauen⸗ bildung eine umfaſſende Broſchüre, in der ſie deutſche und engliſche Frauenerziehung in Parallele ſtellte, die in oben er⸗ wähnter Petition erhobenen Forderungen vermehrten Ein⸗ fluß, beſſere Vorbildung der Lehrerinnen wiederholte und den Wunſch hinzufügte, den rein ethiſchen Unterrichtsfächern, auf die im Gegenſatz zu der vorwiegend intellektuellen Bil⸗ dung der Engländerin unſere deutſchen Mädchenſchulpädagogen Hauptgewicht legten, denen man nach Anſicht der Verfaſſerin eine zu ausſchließliche Vorherrſchaft in der Mädchenſchule ein⸗ räumte, Mathematik an die Seite zu ſtellen, zugleich den na⸗ turwiſſenſchaftlichen Unterricht auszubauen, um allzu einſeitige Ausbildung zu vermeiden. Sie fand ſich mit ihren Horde⸗ rungen in Uebereinſtimmung mit Clemens Nohl, einem der