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Bemerkenswert ſcheint mir, um die Löſung dieſer Doppelauf⸗ gabe zu erleichtern, ein Dorſchlag des über die Frauenbewegung ſonſt nicht gerade orientiert und treffend urteilenden Mädchen⸗ ſchuldirektors harry Schmidt, dem auch der Kugsburger Schul⸗ rat Löveneck auf dem bayriſchen Frauentage zuſtimmte und den auch der Berliner Verein für Volkserziehung befürwortet. Die⸗ ſer Vorſchlag zielt dahin, in den Lehrplan der dann aller⸗ dings auf längere Seit auszudehnenden höheren Mädchenſchule ein Jahr als ſogenannte Mutterſchule einzufügen(der Name dürfte wohl beſſer geändert werden, vielleicht in„praktiſches Jahr“), um den Mädchen in Krippe, Mindergarten und haus⸗ wirtſchaftlichem Kurſus Ausbildung zu geben. Das prahtiſche Jahr würde auch für ſolche obligatoriſch ſein, die für ſpäter⸗ hin gewillt ſind, Berufsausbildung auf anderem als hãusli⸗ chem Gebiete zu erwerben. Beachtenswert iſt dabei auch der Vorſchlag, Material für den Kindergarten aus ſolchen Kindern zu gewinnen, die im ſchulpflichtigen Alter körperlich oder geiſtig noch nicht gekräftigt genug erſcheinen, um in die Schule auf⸗ genommen zu werden. Dieſe alle will harry Schmidt, da er mit Recht mutmaßt, daß es ſolchen Kindern häufig an rich⸗ tiger häuslicher Ueberwachung fehle, dem Kindergarten zu⸗ weiſen, um ſie für den Eintritt in die Schule ſyſtematiſch vor⸗ zubereiten.
Völlig abzuweiſen ſcheint mir dagegen der Vorſchlag, in der Säuglings⸗ und Kleinkinderabteilung nur je ein ver⸗ zeltes Derſuchskind aufzunehmen. Ein ſo intenſives Be⸗ ſchäftigen immer neuer junger Mädchen mit einem einzigen Verſuchsbaby dürfte weder der Entwicklung dieſes Kindes noch den auszubildenden jungen Mädchen zum Vorteil gereichen.
Eine vorwiegend die erzieheriſche, die ideale Seite des Mutterberufs ins Auge faſſende Kusbildungsanſtalt, das 1878


