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für Mädchen höherer Stände wiederum hedwig heyl und AUuguſte Förſter Vorbildliches geleiſtet. Für Kusbildung zum Mutterberuf ſind die Anhängerinnen Fröbelſcher Anſchau⸗ ungen— henriette Schrader⸗Berlin, henriette Goldſchmidt⸗Leipzig, Lina Morgenſtern⸗Berlin— hingebend tätig geweſen, die erziehliche Seite des Berufs be⸗ ſonders betonend. Rindergärtnerinnen⸗Seminare und Rinder⸗ pflegerinnen⸗Schulen, welche Dorbereitung zum Mutterberuf mit Vorbereitung für Erwerbstätigkeit verbinden, entſtanden in Leipzig(Lyceum für Damen und Schule des hausbeamtinnen⸗ vereins) in Berlin(Peſtalozzi⸗Froebelhaus), in Frankfurt a. M. (Frauenbildungsverein), in Breslau, in Caſſel u. a. O. In Dresden wurden in dem dortigen Säuglingsheim, in dem eine Frau als Uſſiſtentin angeſtellt war, Kurſe zur Ausbildung von jungen Mädchen in der Säuglingspflege eingerichtet.
Eine Zeit lang freilich hatte es den Anſchein, als wenn— trotz ſolcher praktiſchen Verſuche— die Mehrheit der Frauen⸗ rechtlerinnen die hausfrauentätigkeit geringſchätzig, über die Kchſel anſähen. Es war das eine durchaus notwendige, na⸗ türliche Gegenſtrömung gegen das unaufhörliche Hhinweiſen der Männer auf dieſen einzigen der Frau allein und vor allen an⸗ deren zukommenden Beruf, eine Gegenſtrömung, die auch da⸗ durch erklärlich wurde, daß ſo viele im Hafen der Ehe ſicher geborgene Frauen verſtändnislos, kleinlich und engherzig jede geiſtig höher ſtrebende Frau für eine„Emanzipierte“ erklärten, daß ſie kein Herz hatten für den Kampf ihrer weniger glück⸗ lich ſituierten, unverheirateten Schweſtern. Die urteilsloſeſten, vorurteilsreichſten Gegner fand die Frauenbewegung ſtets in den Kreiſen der ſatten, wohlgeborgenen Frauen. Das hat auch noch weiterhin Geltung behalten. Und da der Mann oft in der Frau allzu ausſchließlich— nicht etwa die Erzieherin und


