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Die Frauenbewegung, ihre Ziele und ihre Bedeutung / von Elsbeth Krukenberg
Entstehung
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nochträglich verſuchte. In welch hohem Maße unſer Dienſt⸗ botenelend auf die Unfähigkeit der hausfrauen zurückzuführen iſt, auf ihre Unluſt, im hauſe mit anzugreifen, und auf ihre Unfähigkeit, die richtige Inweiſung zu geben, das überſah man allzulange. Man überſah, daß Nichtstun, in VDergnügungen⸗ Aufgehen, wie es bei unſeren jungen Mädchen gerade in den entſcheidenden Jahren des Reifens und Werdens zum guten Ton gehört, demoraliſierend auch auf ihre Sukunft einwirken mußte. Man vergaß, daß man von ſo oberflächlich erzogenen jungen Mädchen unmöglich erwarten konnte, daß ſie als Frauen plötzlich Pflichtgefühl beſäßen.

Erſt die Frauenbewegung, man muß das ent⸗ ſtellenden Darſtellungen gegenüber beſonders hervorheben, hat einer vertiefteren Auffaſſung der pflichten als Gattin, als Rutter, als Hausfrau den Weg geebnet, hat AKusbildung für ſolche Lebensaufgaben als zwingend notwendig gefordert, hat insbeſondere die große Bedeutung mütterlichen Einfluſſes auf die Kinder immer wieder betont. Praktiſche Kusbildung zum hausfrauenberuf ſcheint ihr unerläßlich, aber auch ihren Erzieher⸗, ihren Mutterpflichten ſoll die junge Frau nicht ganz hilflos gegenüberſtehen. Un⸗ wiſſenheit über Zweck und Ziel der Ehe, eine Unwiſſenheit, die zum Schaden der Geſundheit des noch ungeborenen Kindes, zum Schaden der eigenen Geſundheit in der jungen Frau künſt⸗ lich aufrecht erhalten wird, kann nicht als wünſchenswerter Zuſtand bezeichnet werden. Zu leicht kann darüber das Glück der ganzen Familie in Stücke gehen.

Die Frauenbewegung verſuchte nachdem ſie die Er⸗ kenntnis der beſtehenden Schäden gewonnen ungeſäumt durch praktiſches Dorgehen zu ihrer Beſeitigung mit beizutra⸗ gen. Auf dem Gebiete hauswirtſchaftlicher Schulung haben auch

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