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Die Frauenbewegung, ihre Ziele und ihre Bedeutung / von Elsbeth Krukenberg
Entstehung
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AN eEE

bildungsſchulweſen regelnden Geſetze, um Einführung des für die Rnaben vorgeſehenen Fortbildungsſchulzwanges auch für die Mädchen. In allen deutſchen Staaten treten neben einſichtigen Männern Frauenverſammlungen, Frauenvereine für ſolche Forderungen ein. Aber im weſentlichen noch immer erfolglos. Und doch haben deutſche Länder wie Baden und Württemberg längſt den Beweis erbracht, daß die Mäd⸗ chenfortbildungsſchule auch als obligatoriſche Einrichtung ſehr wohl möglich iſt, daß ſie der Geſamtheit zum Segen gereicht.

Was wir in Preußen auf dem Gebiete hauswirtſchaftlicher Kusbildung unſerer die Dolksſchule beſuchenden Mädchen an An⸗ fängen beſitzen, verdanken wir einer Frau, Auguſte För⸗ ſter in Caſſel, die zuerſt die Behörden für den dann von ihr ſelbſt praktiſch durchgeführten Verſuch gewann, RKochunter⸗ richt in den Lehrplan der oberſten Mädchen⸗Volksſchulklaſſe einzufügen, ein DVerſuch, der ſich gut bewährt und ſeitdem in zahlreichen Städten Nachahmung gefunden hat. Daneben ent⸗ ſtanden von Privaten und Vereinen ins Leben gerufen zahlreiche Fachkurſe und haushaltungsſchulen für unbemittelte Mädchen, die aber faſt durchweg mit unregelmäßigem, oft auch ganz ungenügendem Beſuche zu kämpfen hatten. Ohne Schul⸗ zwang iſt regelmäßiger Beſuch, das haben viele Vereine und wohlmeinende Privatperſonen zu ihrer Enttäuſchung erkennen lernen, nur in ſeltenſten Fällen zu erreichen. In Fällen z. B. in denen einſichtsvolle Fabrikherrn, Lehrer oder auch Geiſtliche Einfluß üben konnten und bei den Eltern das Verſtändnis weckten für die Notwendigkeit und Nützlichkeit weiterer Kus⸗ bildung ihrer Töchter. Daß ſolches Verſtändnis nicht ohne weiteres vorhanden iſt, darf uns nicht Wunder nehmen. han⸗ delt es ſich doch meiſt um Familien, die, von der hand in den Mund lebend, nicht gewöhnt ſind, über den Tag hinaus zu