Dritte Modifikation. 225
ſchaffenheit manchen Creaturen ein Anſtoß war. Schlechterdings duͤrfen es Eltern nicht dulden, daß dergleichen Leute den Lehrer ihrer Kritik un⸗ terwerfen und vielleicht ſein Aeuſſeres oder dieſe und jene Angewoͤhnung zum Gegenſtand des Spot⸗ tes machen wollen. Dies kann bisweilen dem wuͤrdigſten begegnen, wenn er der Faulheit und den Vernachlaͤſſigungen der Domeſtiquen kein Pol⸗ ſter mehr unterlegen will. Ihn muͤſſen Eltern in eben dem Grade ehren laſſen, als der Zweck ſei⸗ nes Amtes uͤber den aller Verrichtungen der Be⸗ dienten und Hausleute erhaben iſt, als die Bil⸗ dung des Lehrers ſich uͤber die der letztern em⸗ porhebt und das Verhaͤltniß es noͤthig macht, in welchem der Lehrer und jene Perſonen zur Fami⸗ lie, durchaus verſchieden an Wuͤrde und Abſtu⸗ fung, ſtehn und ſtehen ſollen. Durch ein rechtes Verhalten wird die Herrſchaft auch hier ihre Leute ganz dirigiren, indem ſich dieſelben nach ihr, wie die Blaͤtter an manchen Pflanzen nach der Sonne, richten.
Auch vor dem Muthwillen roher und ſtolzer Fremden muͤſſen und koͤnnen Eltern den Lehrer durch ein Verhalten gegen denſelben ſicher ſtellen, das von Achtung und Hochſchaͤtzung zeigt und an ſich es Jedem verleiten wird, ihn als Ziel des Witzes, der Satyre und des Spaſes anſehen und mißbrauchen zu wollen. Ein junger Menſch, der von dem groſſen Vermoͤgen praßte, das ein ar⸗
beitſamer, kluger Vater ihm hinterlaſſen hatte,
machte bei einer Geſellſchaft, die ein Familien⸗


