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Dritte Modifikation. 217 ter⸗ Denn welche Familie wird nicht wollen, daß nge⸗ der Hauslehrer ein unterhaltender, mit Kennt⸗ ih⸗ niſſen im geſelligen Familienzirkel nuͤtzlicher Mann ihm ſey, der nicht allein von mancherlei Gegenſtaͤn⸗ d den ein Geſpraͤch durchzufuͤhren wiſſe, ſondern
auch durch mehrſeitiges Studium immer geſchick⸗ 'eſto ter werde, neue und intereſſante Seiten an der⸗
uer ſelben zu entdecken und jedem Geſpraͤche ein all⸗ 5 gemeines Intereſſe zu verſchaffen? Um des hier 92
gezeigten Vortheils um ſo gewiſſer zu ſeyn, ſo ipt⸗ 4. be⸗ kann man auch den anzunehmenden Lehrer darauf 8 aufmerkſam machen, daß man das Honorar auch ei⸗ darum hoͤher geſetzt habe, daß er fuͤr ſeine gei⸗ zu ſtigen Beduͤrfniſſe ſorgen koͤnne.
us⸗ Die Durchfuͤhrung der achten Bedingung nal koͤnnte mir nun Gelegenheit geben zur Schilde⸗ 3 rung des Befindens eines Hauslehrers, des Mu⸗ jei⸗ thes, mit dem er arbeiten, der Geſinnungen, zu kin⸗ welchen er ſich bewogen fuͤhlen werde, der Be⸗ un reitwilligkeit, wie lange er ſeine Kraͤfte zum ter Beſten einer Familie werde verwenden wollen, 8 die ihm einen Gehalt ertheilt, der eben ſo wenig 49
den auferlegten Arbeiten entſpricht, als mit der t⸗ Wuͤrde beſteht, die er bekleiden ſoll. Ich will 3 aber nur auf folgendes aufmerkſam machen. Die l⸗.
3 Betrachtung des Mangels an Achtung, der ihm en nach und nach aus dem niedrigen Preiſe fuͤr ſeine ſe Bemuͤhungen einleuchten wird, ſo bald er immer er mehr und mehr erblickt, daß man ihn nach - den vorhandenen Vermoͤgensumſtaͤnden, e. ohne ſich Schaden zu thun, hoͤher beſolden 15


