214 Dritte Modifikation.
fel⸗Spiel. Kein gebildeter Hauslehrer wird ſich weigern, bei ſtillen und engen Familienzirkeln, wo weder im hohen Spiel eine Ehre geſucht, noch aus Gewinnſucht geſpielt wird, an einem Spieltiſche zu erſcheinen, bei dem man mehr dar⸗ auf ſieht, Gelegenheit zu muntern Scherzen, zum gebildeten Witz und zur wahren Erholung zu finden und eine Kleinigkeit verloren werden kann. Die anſtaͤndigen Vergnuͤgungen der Fami⸗ lie wird er uͤberhaupt zu befoͤrdern bemuͤht ſeyn, wie jede andre Perſon, die es ſich, an denſelben Antheil zu nehmen, zur Freude macht, oder ſol⸗ ches fuͤr Schuldigkeit achtet: ob er ſchon keines⸗ weges als Maitre des Plaiſir's zu betrachten iſt, ſich auch als ſolchen nicht wird gebrauchen laſſen..
Der Hauslehrer iſt genoͤthigt, gegen Dome⸗ ſtiguen in einem verhaͤltnißmaͤßigen Grade frei⸗ gebig zu ſeyn, theils, um ſich bei denſelben in noͤthiger Achtung zu erhalten, theils, ſie fuͤr geleiſtete Dienſte zu belohnen, ob er ſchon die letztern nach der Regel als Emolumente ſeines Amtes fordern kann, weil ſie ihm auch als ſolche verſprochen worden ſind. Erhoͤht die Anzahl die⸗ ſer Perſonen auch die Quantitaͤt der Geſchenke, ſo werden gutgeſinnte Eltern auch hierauf in Be⸗ ſtimmung des Honorars Bedacht nehmen, nichts weniger thun, als jene Geſchenke dem Geſinde als einen Theil der Trinkgelder anrechnen, deren vorausgeſetzte Groͤße die Summe ergaͤnzen ſoll, die man denſelben zum Lohn ausſetzt, ſo, daß
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