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Dritte Modifikation. 201
vorſchweben, als daß ſie lebendig wirkende Mit⸗ tel fuͤr ihr Gemuͤth und ihre Anſtrengung werden koͤnnten. Ein naher Zweck iſt ihnen lebhafter gegenwaͤrtig, auch daher geſchickter, ihre Thäͤ⸗ tigkeit zu reitzen und ſie zur Anſtrengung zu brin⸗ gen. Iſt nun der nahe Zweck zugleich geeignet, als Huͤlfsmittel zur ſichern Erreichung des weit⸗ ausſehenden hoͤchſten Zwecks zu dienen, ohne der vernuͤnftigen Bereitwilligkeit, den letztern zu er⸗ reichen, in der Folge Eintrag zu thun: ſo ſieht man nicht ab, warum jener nicht benutzt werden ſoll? Iſt es nicht vielmehr weiſe und pflichtge⸗ maͤß, denſelben zu nuͤtzen? Ein ſolcher aber iſt fuͤr Kinder, bei ihren Arbeiten, die Aufmerkſam⸗ keit des Lehrers, der Eltern und anderer ach⸗ tungswuͤrdigen Perſonen, und deren Zufrieden⸗ heit und Lob. Werden dieſe zu Hebeln der An⸗ ſtrengung genuͤtzt, durch welche Kinder, unter Leitung des Lehrers, ſelbſt ihre Vermoͤgen des Koͤrpers und Geiſtes zu entwickeln und zu Kraͤf⸗ ten emporzuheben ſuchen: ſo erſcheinen ihnen die⸗ ſelben zugleich als Zweck, der durch ihre Beſtre⸗ bungen erreicht werden koͤnne. Soll dies nicht geſchehen duͤrfen, ehe ſie noch zu der Kraft ge⸗ langt ſind, ſich im Geiſt auch auſſer dem Zirkel zu verſetzen, auſſer dem Kreiſe ſich thaͤtig und wirkſam zu denken, in welchem ſie ſich mit El— tern und Lehrer eingeſchloſſen finden, und den ſie auch anfangs fuͤr den einzigen dieſer Art hal⸗ ten: ſo wuͤrde es ihnen vorkommen, als wenn ſie bei allen ihren Arbeiten ohne Zweck verfahren


