196 Dritte Modifikation.
einen wuͤrdigen Wirkungskreis ſeiner Nuͤtzlichkeit fuͤr die Welt erkennt, ſucht alle vernuͤnftige Huͤlfsmittel auf, durch deren zweckmaͤßige An⸗ wendung er ſich der Erreichung ſeiner Abſichten naͤher und naͤher zu bringen glaubt. Ohnmoͤglich aber kann er die zu dieſem Behufe noͤthigen Ver⸗ anſtaltungen immer allein ausfuͤhren; er lebt mit den Kindern nicht abgeſondert allein, die enge Verbindung derſelben mit den Eltern bleibt, beide ſchließen ſich noch innigſt an einander an, ſo weit man es auch dem Lehrer verſtattet haben mag, der Eltern Stelle zu vertfeten. Deswegen werden alle ſeine Veranſtaltungen zur Befoͤrderung des Gehorſams, der Ordnung und Aufmerkſam⸗ keit, der Bildung und Erziehung der Kinder von einer Seite in dem guten Willen, der Faͤhigkeit und Geſchicklichkeit der Eltern, ſie ausfuͤhren zu helfen, eine Bedingung zu ſuchen haben, unter welcher nur ihre Realiſirung als moͤglich und wahrſcheinlich gedacht werden kann. Aus dieſem Grunde findet es eben der Lehrer noͤthig, bei jeder derſelben, ehe er ſie beginnt, ja, ehe er noch an die Ausfuͤhrung derſelben denkt, ſich mit den Eltern zu beſprechen, ſie mit ſeiner Abſicht be⸗ kannt zu machen, ihren Rath uͤber die Ausfuͤh⸗ rung zu hoͤren, und in demſelbem die elterliche Bereitwilligkeit zu der Unterſtuͤtzung zu finden, die er noͤthig hat. Getroſt faͤngt er dann an, ſein Werk zu beginnen. Aber, wie kann er es vollenden, wenn jene Bereitwilligkeit nur Taͤu⸗ ſchung, jener Rath nur ein Mittel war, dem


