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Die falsche und wahre Erziehung der Kinder durch Hauslehrer : für Unterrichtende und Eltern, aus mehrjährigen Erfahrungen / dargestellt von Heinrich August Hecht, Pfarrer zu Veitsberg, im Großherzogthum Sachsen
Entstehung
Seite
37
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Erſte Modifikation. 37

auf ſie den Erziehungsplan bauen wollen, durch⸗ weg geſichert ſind? Und, wenn ſie dies nicht ſind, fordert nicht die Pflicht von ihnen, auch auf Andre zu hoͤren, mit denen ſie zur Erziehung der Kinder in Verbindung treten?

Der Fremde, mit dem noͤthigen Talent ver⸗ ſehen, das auch Keinem mangeln ſoll, der das Amt eines Hauslehrers uͤbernehmen will, beob⸗ achtet Kinder kaͤlter, ohne Vorurtheil und Vor⸗ liebe, daher genauer, beſtimmter, richtiger. Ihm wird es gelingen, Neigungen und Fehler, Anla⸗ gen und Faͤhigkeiten zu entdecken, von denen El⸗ tern nicht die mindeſte Ahnung hatten. Werden dieſe es daher nicht noͤthig haben, fremden Rath zu hoͤren, Anderer Urtheile uͤber ihre Kinder in ernſte Berathung zu nehmen? Iſt der Hausleh⸗ rer aufgenommen, ſo geſtatte man ihm einige Zeit zum Beobachten, laſſe ihn ſeine Reſultate niederſchreiben, vergleiche ſie mit denen, zu wel⸗ chen man ſelbſt gelangt zu ſeyn glaubt und ſuche ſich nun durch freundſchaftliche Unterredung mit ihm in Uebereinſtimmung zu ſetzen. Die Wolfarth der Kinder wird dabei ſicher nicht leiden, viel⸗ mehr weit mehr befoͤrdert werden, als durch ein gegentheiliges Verhalten. Selbſt des Menſchen⸗ kenners, wofuͤr ſelbſt alle Eltern nicht werden gelten wollen, iſt es wuͤrdiger, Andre anzuhoͤren, die bei und mit ihm das wichtige Geſchaͤft der Kindererziehung vollfuͤhren helfen ſollen, um in die beiderſeitige Thaͤtigkeit füͤr das hohe Werk, auf dem die Verſtändigkeit, die Tugend und