Zweck der Annahme des Hauslehrers. 23
Gewiſſen berechtiget werden zu glauben, demſel⸗ ben gewachſen zu ſeyn? Nur auf den Gehalt hinblickend vergeſſen Studenten nur zu leicht alle dieſe Unterſuchungen und Fragen, vergeſſen, daß es hier ſo viel zu bedenken und zu uͤberlegen gebe, daß einem Juͤnglinge, ohne ſich morali⸗ ſche Fußangeln zu ſtreuen, wohl etwas bange ums Herz werden moͤchte, ſobald er aufgefordert wird oder genoͤthigt iſt, ein Gehuͤlfe redlicher El⸗ tern in Erziehung der Kinder zu werden.
Einen Hauslehrer aber zu andern Zwecken, von welcher Art ſie auch ſeyn moͤgen, ins Haus zu nehmen, als zu dem angegebenen, iſt wider⸗ ſprechend und unſinnig. Der veraͤnderte Zweck aͤndert den Charakter der Beſtimmung einer Per⸗ ſon und giebt andre Geſchaͤfte auf. Sind dieſe heterogen mit dem Unterrichte, der Bildung und ſpeciellen Erziehung der Kinder, ſo werden dieſe drei Geſchaͤfte ſchlecht betrieben und die Kinder vernachlaͤſſigt.


