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Die falsche und wahre Erziehung der Kinder durch Hauslehrer : für Unterrichtende und Eltern, aus mehrjährigen Erfahrungen / dargestellt von Heinrich August Hecht, Pfarrer zu Veitsberg, im Großherzogthum Sachsen
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war ies⸗ Un⸗ koͤr⸗ der leſer rzu⸗ len; den nter zbil⸗ an⸗ en⸗ reit⸗ An⸗

Zweck der Annahme des Hauslehrers. 19

ſtaͤndigkeit und Sittlichkeit und mit Verehrung des Urhebers dieſer Geſetze, denſelben ſtets ange⸗ meſſen zu handeln, um in allem Guten immer vollkommener zu werden. Und da des Menſchen ſchoͤnſtes und heiligſtes Verhaͤltniß die Verbin⸗ dung iſt, in welcher er mit Gott ſteht, und zwar am reinſten und vollkommenſten durch das Chri⸗ ſteuthum, ſo hat die Erziehung des Kindes die Froͤmmigkeit deſſelben zu einem der vornehmſten, ja zum hoͤchſten Augeumerke zu machen, und da⸗ hin zu arbeiten, daß das Kind ein chriſtlich den⸗ kender und geſinnter Menſch werde, weil er hier⸗ durch ſeinem Erdenleben wahre Wuͤrde und Nuͤtz⸗ lichkeit und ſeinen Hoffnungen auf ein ewiges Leben die vollkommenſte Troͤſtlichkeit gewaͤhret. Durch dieſe dreifache Bemuͤhung ſoll die Faͤhig⸗ keit des Kindes zur Kraft emporgehoben werden, ein moraliſchguter und chriſtlich from⸗ mer Menſch zu werden, der nicht nur dieſes als den Endzweck ſeines Lebens anſieht, glaubt und ehrt, ſondern auch in und bei ſeiner ganzen Wirkſamkeit in der Welt und unter Menſchen ſo veſt⸗ haͤlt, daßer ſich nie von demſelben ent⸗ fernen mag, vielmehr bemuͤht iſt, aus eignem freien Antriebe demſelben im Fortgange der Zeit und Jahre immer naͤher zu kommen.

Dieſes große Geſchaͤft mit einem Husleh⸗ rer gemeinſchaftlich zu betreiben, iſt der Zweck, zu dem redliche Eltern denſelben in ihr

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