16 Zweck der Annahme des Hauslebrers.
die Eindruͤcke der ihn umgebenden Gegenſtaͤnde aufnehmen. Dadurch wird die Thaͤtigkeit der Seele geweckt, welche jene Eindruͤcke dem Geiſte zufuͤhret. Dieſer wird ſich derſelben bewußt, be⸗ trachtet ihre Beſchaffenheit, macht ſich nach den an den Gegenſtaͤnden entdeckten Merkmalen Bil⸗ der von denſelben, die in ihm zuruͤckbleiben, wenn auch die Gegenſtaͤnde ſelbſt nicht mehr von den aͤußern Sinnen wahrgenommen werden. Dabei werden Luſt und Unluſt rege, Triebe und Nei⸗ gungen geweckt, der Wille entweder zum Begeh⸗ ren oder zum Verabſchenen beſtimmt und die Fer⸗ tigkeit erlangt, ſich auch aus eigner Kraft, ohne eines Anſtoßes von Außen zu beduͤrfen, ſelbſt fuͤr Etwas zu entſchluͤſſen. Aber dann erwacht auch mit aller Kraft jenes herrliche Vermoͤgen, das ſein Daſeyn in uns mit einem ſonſt nirgends⸗ her wahrnehmbaren Nachdruck empfinden laͤßt, vor dem der Menſch ſelbſt ſich ſcheut und fuͤrch⸗ tet, wenn er dem Urtheile deſſelben entgegenhan⸗ deln will,— die Vernunft, und mit ihr das Gewiſſen. Alles dieſes entwickelt ſich leicht im Menſchen, ſobald es ihm nur nicht an dem wei⸗ ſen und kräftigen Anſtoß mangelt, der ihm von Andern kommen ſoll, an der vernuͤnftigen Len⸗ kung und Leitung derer, die ihm zur Entwick⸗ lung und Erweckung aller in ihm liegenden und ſchlummernden Kraͤfte behuͤlflich ſeyn ſollen.
Die Faͤhigkeit des Menſchen aber, durch eine uͤbereinſtimmende Ausbildung ſeiner koͤrper⸗ lichen und geiſtigen Kraͤfte in den Zuſtand der
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