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ſie in mehre deutſche Journale, ſo unter anderen in die landwirthſchaftliche Zeitſchrift(herausge⸗ geben von dem landwirthſchaftlichen Hauptver⸗ eine fuͤr das Koͤnigreich Sachſen, Jahrgang I, Heft V) uͤberging, woſelbſt ich ſie nachzuleſen bitte. Aus ihr geht aber klar hervor, daß die neuen, bis jetzt nur von Muspratt u. Comp. in Liverpool fabricirten Patent⸗Duͤngmittel durch⸗ aus nicht bloße Gemenge ſolcher Salze ſein koͤnnen, welche die verſchiedenen Culturpflanzen zu ihrem Gedeihen brauchen, ſondern daß Liebig gewiſſe chemiſche Entdeckungen benutzt haben muͤſſe, um Uebelſtaͤnden vorzubeugen, welche die Anwendung bloßer Salzgemiſche erfahrungsmaͤßig mit ſich fuͤhrt. Ich bin nun durch Bekanntſchaft mit der Art und Weiſe, wie dieſe Duͤngmittel im Allgemeinen fabricirt werden, in den Stand ge⸗ ſetzt, zu bezeugen, daß es ſich in der That ſo verhalte, und ich ergreife die hier gebotene Ge⸗ legenheit, dieß auszuſprechen, um ſo williger, als ich dadurch nicht bloß ſchiefen Urtheilen, ſon⸗ dern vielleicht auch geradezu Betruͤgereien vor⸗ zubeugen vermag, da es nicht fehlen kann, daß ſich alsbald die Speculation dieſer Sache be⸗ maͤchtigen, und man von allen Seiten her ſoge⸗ nannte Nachbildungen des neuen Patentduͤngers ausbieten wird, welche es doch keineswegs ſind. Man ſei daher vorſichtig und laſſe ſich durch den Mißbrauch des Liebig'ſchen Namens nicht taͤuſchen.


