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Der neu erfundene Patent-Dünger des Prof. Dr. Justus Liebig in Gießen / Justus Liebig ; aus dem Englischen übersetzt und mit erläuternden Zusätzen begleitet von Dr. A. Petzholdt
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Chemie fremd war, nur Vermuthungen aufſtellen konnten, wobei es natuͤrlich ganz dem Zufall uͤberlaſſen blieb, ob dieſe Vermuthungen das Richtige oder Falſche fanden, da war es dem Chemiker moͤglich, zu einem beſtimmten Reſul⸗ tate zu kommen, welches nicht ſelten ganz anderes als das von Jenen gefundene ausfiel. Von dieſem letzteren nun um deßwillen mit Gering⸗ ſchaͤtzung zu ſprechen, weil es mit den ohne che⸗ miſche Kenntniſſe erſchloſſenen Behauptungen nicht uͤbereinſtimmt, oder gar weil es von einem Chemiker und nicht von einem Landwirth ge⸗ funden war, verraͤth mehr als eine voͤllige Un⸗ kenntniß der ganzen Sachlage. Wer Anderes als ein mit chemiſchen Kenntniſſen vertrauter Mann haͤtte denn ſonſt dieſe Unterſuchungen anſtellen ſollen? Unterſuchungen, wobei es ſich eben nur um chemiſche Thatſachen dreht? Wenn daher von einem ſo ausgezeichneten Chemiker, wie Lie⸗ big, nicht nur die Empfehlung, ſondern auch die Vorſchrift zur Bereitung des neuen Duͤngmittels ausgegangen iſt, ſo ſollte ich meinen, laͤge auch fuͤr Denjenigen, welcher ſich nicht weiter um die Grundſaͤtze kuͤmmert, nach denen dieſe neuen Duͤngmittel dargeſtellt werden,(obſchon die⸗ ſelben von Liebig klar oder allgemein verſtaͤnd⸗ lich in dem Vorſtehenden entwickelt worden ſind) eine gewiſſe Garantie, daß dieſe kuͤnſtlichen Duͤng⸗ mittel anders ſein werden und anders ſein muͤſ ſen, als die bisherigen. Der AusdruckMarkt⸗ ſchreierei(von mir nicht bloß fingirt, ſondern