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Der neu erfundene Patent-Dünger des Prof. Dr. Justus Liebig in Gießen / Justus Liebig ; aus dem Englischen übersetzt und mit erläuternden Zusätzen begleitet von Dr. A. Petzholdt
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ſind davon nur 5 Centner nothwendig, und da auch das kleinſte Theilchen der ganzen Maſſe dieſes Duͤngers von Bedeutung iſt und auf die zu erwartende Weizenernte vortheilhaft wirken muß, ſo bezahlt der Landwirth nur ſolche Stoffe, welche ihm wirklich von Nutzen ſind, waͤhrend er bisher ſeinen Feldern mit dem Unentbehrlichen und Brauchbaren noch Entbehrliches und Un⸗ brauchbares zufuͤhrte und fuͤr Beides nach gleichem Maßſtabe zahlen mußte[2..

Endlich iſt nicht zu uͤberſehen, daß dieſe neuen Duͤngungsmittel den Fruchtwechſel, ſowie die Brache unnoͤthig und uͤberfluͤſſig machen; bei An⸗ wendung dieſer Duͤngungsmittel wird man eine und dieſelbe Frucht Jahr um Jahr auf einem und demſelben Felde bauen koͤnnen[3.

Es wurde ſchon bemerkt, daß die Zuſammen⸗ ſetzung derPatent⸗Duͤngmittel von der Art iſt, daß dadurch den unſicheren Wirkungen des Guano vorgebeugt wird. Man macht daher den⸗ jenigen Landwirthen, welche Stallmiſt oder Gu⸗ ano anwenden, den Vorſchlag, ſich gleichzeitig derPatent⸗Duͤngmittel zur Ueberduͤngung zu bedienen, obwohl, wie leicht zu begreifen, nicht in derſelben Quantitaͤt als in dem Falle, wo irgend ein anderes Duͤngungsmittel nicht mit angewendet ward. Jedenfalls wird der Land⸗

Es würde demnach eine volle Weizendüngung für 1 ſäch⸗ ſiſchen Acker Land auf circa 24 Thaler zu ſtehen kommen.