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der iſt, dem Felde wiederzuerſtatten, was ihm entnommen ward, alſo diejenige Bedingung her⸗ beizufuͤhren, unter welcher allein eine guͤnſtige Ernte mit Sicherheit erwartet werden kann. Und obwohl der Erfinder dieſen kuͤnſtlichen Miſchungen ſolche Stoffe einverleibte, welche deren Anwend⸗ ung auf jedweder Bodenart zulaͤſſig machen, ſo wird es doch mit Ruͤckſicht auf jeden ſpeciellen Fall nicht ohne Nutzen ſein, wenn man die Fa⸗ brikanten von der jedesmaligen Bodenbeſchaffen⸗ heit, bei welcher man ſich dieſer kuͤnſtlichen Duͤng⸗ ungsmittel bedienen will, in Kenntniß ſetzt, da von Seiten der Fabrikanten ſtets darauf Ruͤck⸗ ſicht genommen werden muß, ob der zu duͤngende Boden ſandig oder kalkig, thonig oder lehmig, leicht oder ſteif ſei.
In Betreff des Koſtenaufwandes, welcher mit dem Gebrauche dieſer Duͤngungsmittel verknuͤpft iſt, wird ein kleiner Ueberſchlag ſogleich zei⸗ gen, daß die neue Art zu duͤngen wohlfeiler ſei, als die bisher gewoͤhnliche Duͤngung. Nehmen wir z. B. das neue Duͤngmittel fuͤr Weizen, ſo koſtet zwar die Tonne deſſelben 10 Pfund Ster⸗ ling**); allein um einen Acker**) zu duͤngen,
*) Eine Tonne wiegt bekanntlich 20 Centner, und 1 Pfund Sterling gilt circa 7 Thaler. Dieß macht alſo 3 Thlr. 15 Ngr.(circa) den Centner.
**) Ein engliſcher Acker iſt etwas kleiner als ein ſächſi⸗ ſcher Acker, da Theile eines ſächſiſchen Ackers(1 Acker = 300 Q.Ruthen) beinahe 1 engliſchen Acker ausmachen.


