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Der Zpiegel
für Run ſt, Eleganz und Mode.
Dreizehnter Jahrgang.
Halbjähriger Preis 4 fl., mit Poſtverſendung ff. Auf Velinpapier mit erſten Kupferabdrüken 5 fl. u. poſtfreéi 6 fl. T. M.— Man pränumerirt im& ommiſſionsamt zu Ofen(Feſtung, außerhalb des Waſſerthors), in C. Millers u. J. Wagners Kunſthandl. in Peſth u. beb allen t. k. Poſtämtern.
42. Sonnabend, 23. Mai. 1840.
ß— Se—— e (Beſchluß.)
Einige Zeit ſpäter ging Salt nach Egypten ab, wo er zum Konſul er— nannt worden war; er traf dort mit Dorvetti zuſammen; mit dieſem war er befreundet. Dorvetti war gleich ihm leidenſchaftlich für egyptiſche Altert hümer begeiſtert; beide ſtellten Nachgrabungen an, und zeigten dabei einen Neid und eine Eiferſucht gegen einander, die oft der bitterſten Feindſchaft gleich kam. Je⸗ der ſuchte den andern in geſchikter geleiteten Nachgrabungen, in abenteuerlichern Expeditionen, in gefahrvollern Wagniſſen zu übertreffen. Wornach beide am mei— ſten und begierigſten ſtrebten, was beiden ein lokendes Ziel des Ehrgeizes und Verlangens— war eine koloſſale Memnonsſäule vom ſchönſten Granit, die, halb in Sand vergraben, am linken Nilufer lag. Dorvetti hatte ſchon mehrere ver— gebliche Verſuche gemacht, ſie auszugraben, und Salt konnte ſich keines glük⸗ lichern Erfolges rühmen. Eiuſt, als dieſer ſich ſchmerzlichen Gedanken hingab, daß ein ſo koſtbares Deukmal grauen Alterthums unbeachtet und ohne Gewinn für die Wiſſenſchaft in dieſem rohen Lande bleiben ſolle, ließ ſich ein Italiener bei ihm melden. Troz der orientaliſchen Tracht dieſes Mannes, troz ſeines lan—⸗


