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war. Auf dem Wege begab er ſich zugleich zum Direktor, um dieſem die Kon—⸗ tremarken zu übergeben. Er fand ihn in einer verzweifelten Lage. Die Auffüh⸗ rung des„Don Juan“ mußte an dem Abend unterbleiben. Die Sängerin, wel— che die Rolle der Donna Anna geſpielt hatte, war während der Nacht plözlich geſtorben. Die Anſtrengung und Aufregung hatte ihr ein Blutgefäß geſprengt. Man fand die arme Frau neben ihrem Bette auf den Knien, in betender Stel— lung: ſo hatte der Tod dieſes ſchine junge Weſen überraſcht.— Als Mozart dieſe traurige Nachricht erfuhr, befand er ſich mit dem jungen Poſoner Regie⸗ rungsaſſeſſor beim Frühſtüke; er troknete eine Thräne undi ſagte dann:„Die En⸗ gel bedurften einer Stimme mehr, und das Lob des Schöpfers zu ſingen, ſie haben ihre Schweſter zu ſich berufen. Es wird nicht mehr lange währen, und ſie werden auch einen Bruder zu ſich abberufen haben.— Hierauf beſtellte er Poſtpferde und fuhr ſogleich nach Prag ab.
Der junge Aſſeſſor ging tief gerührt nach ſeiner Wohnung zurük und ver— ſuchte hier, ſeine Empfindungen niederzuſchreiben; es ſind dieſelben, welche ihn in ſeinem Aufſaze über Mozart's„Don Juan“ ſo berühmt gemacht haben.
Sennefelder aber, der Requiſiten⸗ Meiſter des Münchener Theaters, be— ſchäftigte ſich unterdeſſen ganz im Stillen und von Herzen erfreut, mit der Er— findung des Steindruks.(Nach andern Nachrichten wäre Sennefelder nicht auf dieſe Weiſe, ſondern bei Gelegenheit der Abfaſſung eines Waſchzettels auf den erſten Gedanken ſeiner Erfindung gekommen.)(Erheiterungen.)
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Eine ſonderbare Geſchichte.
Unter dieſer Aufſchrift enthält der Nürnberger Korreſpondent folgendes: „In W. kam ein junger Mann in eine Reſtauration, und ließ ſich's wohl ſchmeken. Nachdem er ſeinen Appetit geſtillt, zog er aus ſeiner Vrieftaſche einen Hundertguldenſchein und bezahlte die Rechnung. Der Wirth nahm den Schein im Empfang, und gab dem Gaſt das übrige Geld heraus. Ein zweiter Herr im blauen Frake, der gleichfalls dort geſpeiſt hatte, ſprach ſo eben mit dem Wirthe, als dieſer das Papier wechſelte. Er befah ſich daſſelbe und fragte dann den er⸗ ſtern Gaſt, ob er nicht noch einige ſolcher Scheine bei ſich habe, da er gerne einige einzuwechſeln wünſche.„O ja,“ erwiderte der Gefragte, langte abermals ſeine Brieftaſche hervor, und die Wechſelung ging vor ſich. Dadurch wurden die Gäſte vertrauter mit einander. Sie verließen das Kaffehaus, und wanderten ei— nige Straßen zuſammen. Da blieb der Herr im blauen Frake plözlich ſtehen, und ſagte zu ſeinem Begleiter:„Ich wohne hierſelbſt, es würde mir und den Meinigen angenehm ſein, wenn Sie uns durch Ihren Beſuch beehren woll— ten. Kommen Sie, und wir trinken ein Fläſchchen ächten Niernſteiner mit einander!“ Der Andere nahm das Erbieten an. Man trat in das Haus, ſtieg die Treppe empor und gelangte in einen geräumigen Saal. Der erſtaunte Begleiter befand ſich guf dem— Polizeibureau.„Ich muß Sie erſuchen,“ begann jezt der im blauen Frake,„mir zu ſagen, wo Sie die Banknoten herbekommen haben, denn ſie ſind falſch.“ Der Gefragte erblaßte, und wollte ſich durchaus zu keiner Antwort verſtehen.„Wiſſen Sie,“ fuhr der Polizeimann fort,„daß wenn Sie ſich nicht hinſſchlich dieſer Papiere legitimiren, Sie unfehlbar gehangen


