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0 Der Spiegel
für Kunſt, Eleganz und Mode.
1 Dreizehnter Jahrgang.
Halbjähriger Preis à fl. mit Poſtverſendung 3 fl. Auf Velinpapier mit erſten Kupferabdrüken 5 fl. u. poſtfrel 6 fl. C. M.— Man pränumerirt im K ommiſſionsamt zu Ofen Feſtung, außerhalb des Waſſerthors), in C. Millers u. J. Wagners Kunſthandl. in Peſth u. be allen k.k. Poſtämtern.
25. Mittwoch, 25. März. 1840. — 2—
Uach zehn Jahren.
(Fortſezung.)
Davidſon erhob ſich, und eilte in die Arme ſeines Freundes, die ſich oͤff⸗ neten, ihn zu empfangen, aber ehe er ſeine Umarmung erwiderte, fragte er ihn:„Werde ich Suſannen's Hand erhalten?“—„Ja,“ ſagte Mocker.— Da drükte ihn Davidſon gerührt an ſeine Bruſt; aber ſeine Freude hatte bald ein Ende, als Mocker fortfuhr—„und ich, ich werde ſie auch heirathen.““— Der Andere maß ihn mit einem Blike, in dem deutlich die Vorausſezung ausgeſpro— chenen war, ſein Freund und Nebenbuhler ſei wahnſinnig geworden.
Mocker antwortete der ſtummen Rede alsbald:„Nein, ich bin bei vollem Verſtande, das Mittel, das ich dir vorſchlagen will, iſt das einzige mögliche. Seit einem Monate ſinne ich darüber nach, und dieſen Abend iſt es mir endlich eingekommen, währenb du Suſanna das Garn hielteſt. Hätte ich mit meinem
Vorſchlage unſere Unterredung gleich eröffnet, du würdeſt vor den ſchauerlichen Bedingungen, die er umfaßt, zurükgeſchrekt ſein. Ehe ich dich zur Annahme deſſelben bereit finden konnte, mußte dir die Unmöglichkeit jedes andern Aus- kunftemittels, ſelbſt des Zweikampfs, einleuchten, und ſo können wir uns jezt


