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Der Spiegel
für Kunſt, Eleganz und Mo de.
Dreizehnter Jahrgang.
Halbjähriger Preis à fl. mit Poſtverſendung 5 fl. Auf Velinpapier mit erſten Kupferabdrüken 5 fl. u. poſtfrei 6 fl. C. M.— Man pränumerirt im Kommiſſionsamt zu Ofen(Feſtung, außerhalb des Waſſerthors), in C. Millers u. J. Wagners Kunſthandl. in Peſth u. bei allen t. k. Poſtämtern.
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13. Mittwoch, 12. Februar. 84. — C—. Nie- Gif i 5 (Beſchluß.)
Dike Angſttropfen bedekten des unglüklichen Savigny's Stirne, als er ausrief:„Welche Marter! welche Qualen!“—„Sprechen Sie nur ein Wort, und dieſe Qualen hören auf.“—„Was,“ rief der unglükliche junge Mann im Tone der Verzweiflung,„was wollen Sie dann thun?“—„Hören Sie! Sie gehen heute Abend in die Oper; ich werde dafür ſorgen, bald nach Ihnen, un— gefähr in der Mitte der Aufführung, zu kommen. Sobald ich eintrete, kommen Sie auf mich zu und fragen, welches Recht ich hätte, es zu wagen, Sie zu beleidigen? Ich gebe Ihnen eine grobe Antwort; Sie geben mir einen Schlag; ſchnell werden wir umringt ſein; ich nenne Sie alsdann bei Ihrem Namen, damit kein Zweifel über Ihre Perſönlichkeit bleibt, und wir beſtimmen ein Zu— ſammentreffen für den nächſten Tag.“—„Niemals, niemals!“ ſagte Savigny. —„Dann lieben Sie Fräulein von Nerville nicht.“—„Ich ſie nicht lieben! Du mein Gott!“ ſchrie der Unglükliche in Verzweiflung.—„Laſſen Sie mich
ausreden! Den nächſten Tag ſchießen wir uns—“—„Ich ſage Ihnen, daß
ich nicht will! Nein, ich will nicht! Was! ich ſollte ein Elender, ein Betrüger


