Jahrgang 
Band 1 (1840)
Seite
9
 
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er Dpiegel

für Kunſt, Eleganz und Mode.

Dreizehuter Jahrgang.

Halbjähriger Preis 4 fl., mit Poſtverſendung s fl. Auf Velinpapler mit erſten Kupferabdrüken 5 fl. u. poſtfrei o fl. C. M. Man pränumerirt im Kommiſſionsamt zu Ofen Feſtung, außerhalb des Waſſerthors), in C. Millers u. J. Wagners Kunſthandl. in Peſth u. bel allen t. t. Poſtämtern

2. Sonnabend, 4. Jäner. 1840. An.

Das Daguerrotype als Ankläger und Mächer.

(Beſchluß.)

Die Eiferſucht macht grauſam und nach dem Beiſpiel des Herrn K. hatte D. nur einen Gedanken, nicht den, die Unſchuld ſeiner Frau zu entdeken, eine Sache, die ihm unmöglich ſchien, allein ſie auf eine unbeſtreitbare Weiſe zu be⸗ ſchämen, nämlich durch das Daguerrotype.... Seine erſte Sorge war, die umliegende Verſteke von Adelinens Zimmer auszuſpähen. Der Kornſpeicher lag ge rade dieſem Zimmer gegenüber und man konnte mit Hilfe des Spiegels der Famera obscura Alles, was in ihrem Zimmer vorging, daguerrotypiren. Den andern Morgen brachte der erſte Wagen Herrn Daniel nach Paris; er begibt ſich zu Suſſe am Vörſenplaz, allein, als er dort ankam, im verhängnißvollen Au genblik, wo er das Werkzeug ſeiner Rache verlangen ſoll, ſtokt er, er wagt den Namen des Daguerrotyps nicht auszufprechen, es ſcheint ihm, als wenn Jeder den Beweggrund ſeines Einkaufs errathe und auf ſeiner erröthenden Stirn die

ihm widerfahrene Unehre leſe. Er zaudert. Sollte Mad. Daniel mit dem geſtrigen Schreibzeug nicht zufrieden ge weſen ſein? ſagte ihm Herr Suſſe.Vielleicht, daß dieſes hier ihrem Geſchmat

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