Kunst, Eleganz und Mode.
1 Vehuter Heber gaug.
103. 104. ASbnnabend, 30. Dezemb. 1837. ß—.. ͤ—......—
Alexander Leopold Ferdinand,
Erzherzog von Oeſterreich de. de.
85* e 6. Juni 1825, geſt. zu Ofen den 12. November 1857.) 1 Die Treue zum fernen Geliebte
Horch! 7 Welche Töne Hallen durch die Lüfte, So dumpf, ſo ſchaurig Wie des jüngſten Gerichtes Diüſtre Poſaune 15 Ja, du biſt's— Ich kenne den ehernen Schall— Du biſt's— du biſt's Metall'ne Heroldin Des würgenden Engels!
Wem winkt dein erſtarrender Ruf In die finſtere Nacht Des ewigen Nicht's?
Iſt's etwa der ſinnende Greis, Deß' ſchneeiger Scheitel Sich unter Schikſals
Schwere gebeugt,
Und deſſen ſehnender Blik Zur Stätte der Ruh'— Zum Grabe gerichtet?
Oder die liebende Jungfrau, -In deren bewegter Bruſt
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Der Liebe verzehrende Glut Das Herz— das ſehnende brach? Oder der brütende Mann 5 Mit der düſtergefurchten Stirn, Deß' ſtrebender Geiſt Dem Dämon der Ehrſucht, Den Schwingen des Ruhms Zum Opfer gefallen?
Nein! es iſt der liebliche Knabe, Der Enkel mächtiger Ahnen, Deren erhabene Häupter
Auſtrig's Krone,— Deren gewaltige Hände Auſtria's Zepter getragen.
Was hatteſt Du, Unſchuldiger Knabe Dem herben Geſchike verſchuldet? Nicht konnte das lächlende Aug' Der jugendlich fröhliche Sinn Den finſteren Wüthrich Zum ſchonenden Mitleid bewegen!


