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mann(dem auch Dresden ſeine ſchöne Gas beleuchtung verdankt). Jezt wird auch die Stadt Leipzig eine Gasbe⸗ leuchtung erhalten. Die Röhren ſind bereits durch den Brühl und mehrere Straßen bis auf den Markt geleitet. Das neue Poſtgebäude ſoll ebenfalls mit Gas beleuchtet werden. Auch die Stadtbehörden von Aachen haben mit der engliſchen Gasbeleuchtungsgeſell—⸗ ſchaft Verträge geſchloſſen.
Für Damen.(Weihnachts u. Neujahrsgeſchenke.) Karl Royko, Seidenhändler in Peſth(Waiznergaſſe„zur blauen Weintraube), ſtets bemüht das Neue- ſte und Eleganteſte, was von Stikereien und weiblichen Handarbeiten in Seide, Wolle u. perlen in der Reſidenz und im Auslande er ſcheint, ſich anzuſchaffen, hat auch diesmal eine reiche, manigfaltige und geſchmakvolle Auswahl dieſer Artikel, von den kleinſten bis zu den größten Gegenſtänden, ganz geeignet zu Weihnachts- und Neujahrsgeſchenken, zum Verkaufe vorräthig, worunter ſich beſonders vier große Sophapoölſter durch überraſchende Schönheit auszeichnen.— Zugleich empfiehlt er folgende neue Artikel. Ganz dite Schaf— wolle zum Häkeln der Deken.— Fran— zöſiſche Detenwolle, zwanzigfach ge— dreht, in allen ächten Farben.— Scha f— woll⸗Kane faß, in den voerſchiedenen Farben und Breiten, die den beſondern Vor⸗ theil gewähren, daß dabei den Damen das ſo läſtige Ausfüllen erſpart wird.— Sehr grober Seiden⸗ͤKanefaß, um mit Chenillen darauf ſtiken zu kennen.— Eng⸗ liſches Stikpapier in allen Farben und dreierlei Diten.— Gaze glass, ein wie Glas durchſichtiger Stoff, zum Ueberdeken der Stikereien und Rahmen.
Ofen.(Redoute.) Den Freuden der Karnevals⸗Unterhaltungen können wir die angenehme Nachricht mittheilen, daß Herr
nas“ mit Chenillen.
Theater⸗Dlrektor Rötz 1 unſern ſchöͤnen Sand. hausſaal ganz neu auf's Geſchmaksvollſte und Eleganteſte dekoriren läßt und alle geeigneten Renovirungen und Anordnungen trifft, um dieſe eben ſo bequeme als geräumige Lokali— tät enſprechend allen Anforderungen der Ball- gäſte herzuſtellen. Wir zweifeln nicht, daß die Redouten im Landhausſaale ihre in frü— hern Zeiten ſo gerühmte Anſtändigkeit und Faſhlonablität wieder behaupten werden.
Benefize.(Ofen.) Dienſtag, den 26. Sept., zur Beneſize des Hrn. Kurt:
„Liebeleien in Ofen(Linz), Nekerelen in Wien, Fopperelen in Nußdorf“,
Scherzſpiel im 3 Abtheil. von F. E. Tol d. Muſitk von dem rühmlich bekannten Lieder⸗ kompoſiteur Heinrich Proch.
Dieſe Poſſe zeichnet ſich von allen ähnli⸗ chen Erſcheinungen neueſter Zeit auf's Vor— theilhafteſte aus. Seit lange hat in Wien kein Voltsſtüt ſo viele Senſation erregt. Es wurde dreißigmal hintereinander gegeben, und das Publikum erheiterte und ergöͤzte ſich ſtets an den gelungenen Wizen und frappanten Si— tuationen. Wir müſſen das Publitum um ſo mehr darauf aufmerkſam machen, da es ſeit Kurzem durch dieſe Art neuer Stüͤke ſo oft getäuſcht wurde. g
Modenbil d. Nr. 51. (Paris, 5. Dez.). 1.„Capote-Ana- Atlastleid. Sammet⸗ Shawl.— 2. Blondbonnet. Atlaskleid.
Dem heutigen Blatte des Spiegels iſt ein „Summariſcher Ausweis der Kur-Erfolge des Jahres 1837 in Dr. Schöpfs orthopädiſcher Anſtalt zu Peſth“ beigelegt, den wir der Be⸗ achtung der Leſer empfehlen.
Wegen der Weihnachtsfelertage wird künf— tigen Mittwoch kein Blatt ausgegeben. Künf⸗ tigen Sonnabend erſcheint eine Doppel- nummer.
Halbjähriger Preis 4. fl., mit freier Poſtzuſendung 5 fl. Auf Velinpapier mit erſten 8 5 fl. und poſtfrei 6 fl. C. M.— Man pränumerirt im Koamiſſtonsamt zu Ofen(Feſtung, außerhalb det Waſſertbors) in C. Millers und F. Tomalas Kunſthandlung zu Peſth und bel allen k.k. Poſtamtern.
Herausgeber und Verleger Franz Wieſen.


