Jahrgang 
Band 2 (1837)
Seite
808
 
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philharmon. Geſellſchaften, die ſeit Kurzem bei unter großem Belfall ſang; Hrn. Weymelka,

uns weilet u. die bereits in mehrere bedeuten den Städte des Auslandes, Behufs wohlthätiger Zweke, die ſchönſtenproben ihres Talentes ab legte, ließ ſich in einer großen Arie mit Chor, aus der Oper:die Jungfrau von Orleans von Vaccaj und in einem Duett aus dem Pirat von Bellini hören. In beiden Ge ſangspiecen ließ die ſchäzbare Sängerin, teoz der anfänglichen ſichtbaren Beklommenheit, als Folge einer vorhergegangenen Unpäßlichkeit, eine volle, umfaſſende und beſonders in den tiefern Regionen ſehr ausgibige und metall volle Stimme vernehmen. Worin die junge Dilettantin vorzüglich excellirte, war die treff liche Methode, die eine tüchtige Schule, nach neueſtem italieniſchen Geſchmake verräth. Paſ ſagen, Koloraturen und Verzierungen führt ſie mit entſprechender Leichtigkeit aus. Auch die Intonation iſt ſehr rein. Sie erhielt großen Beifall, ward nach jeder Piece zwei mal gerufen u. wir verdanken es Hen. Szer waczinsky, der uns Gelegenheit verſchaffte das Geſangstalent dieſer ausgezeichneten Di lettantin kennen zu lernen, denn wie wir hören, ſoll ſie aus Gefälligkeit gegen Jenen ſich zur Miktölrkung in dieſem Konzerte ha ben bewegen laſſen. Fräulein Charlotte Zerffi ſpielte Pianoforte-Variationen v. Herz und legte erfreuliche Beweiſe ihres Fortſchrei tens ab:

Am 17. gab in derſelben Lokalität Herr Lewy, erſter Waldhorniſt des Kronprinzen von Schweden, ein Konzert, das ebenfalls intereſſant war. Den virtuoſen Konzertgeber hörten wir in einem PDuette-concertante von Czerni und Lewy für Piano und Horn, in einem Lied von Proch,An Sie, geſungen von Hrn. Oberboffer, mit Hor nbegleitung, und endlich in einem Potpourrie über Themas ausOberon de. Der Künſtler bewährte neuerdings ſeinen Ruhm. Er entlokt ſeinem Inſtrumente ſchmetternde Kraft, ſanftes Lis peln,, Seele und Geſang. Er ſcheint Schwie rigkeiten nicht zu kennen, da er vollkommen ſeine Aufgabe beherrſcht. Er erhielt großen Applaus. In dieſem Konzerte horten wir noch Mad. Schodel, die ein Liedchen, wir glau ben in ungariſcher Sprache, recht artig und

der ein Violoncellſolo trefflich vortrug; Hen Job, der das Schlummerlied aus derStum⸗ men in ungariſcher Sprache ſang und ſich durch ſeine ſehr angenehme Stimme viele Theilnahme erwarb und endlich Mad. Bar

tba, die ein ungariſches Gedicht recht aus-

drutevoll vortrug. Fräul. Zerffi ſpielte recht brav ihre Piano-Parthie in dem Duette-con- certante-

Mayers Donau-Anſichten.

Von Januar 1838 an erſcheinen in mo natlichen Lieferungen:Meyers Don au Anſichten von der Quelle des Stromes bis zu ſeiner Mündung. Sämmtlich nach Original- Zeichnungen in Stahl geſtochen von den beſten Künſtlern Eng lands, u. beſchrieben von J. Meyer.(Au- ßer in deutſcher, werden auch Ausgaben in ungarlſcher, franzoſiſcher und italieni⸗ ſcher Sprache veranſtaltet.) Hildburgshauſen, Paris, Amſterdam und Philadelphia. Von dem Künſtlerverein des bibliographiſchen In- ſtituts. Das Format iſt Querfolio und der Preis eines brochirten Monathsheftes mit 3 Stahlſtichen iſt bei der prachtvollſten Aus⸗ ſtattung nur 22 kr. C. M. Subſtribenten⸗ ſammler erhalten von jeder Buchhandlung auf zehn Exemplare ein Frei-Exemplar. Man ſubſtribirt in allen guten Buchhandlungen Peſth's und Ungarns. Die Wichtigkeit dieſes herrlichen Unternehmens muß für Ungarn be ſonders hervortreten, denn welchem Lande iſt der majeſtätiſche Donauſtrom ſo bedeutungs voll als ungarn? Es muß daher allen Be wohnern dieſes von der Natur geſegneten Landes dieſes Prachtwerk eine willkommene Erſcheinung ſein, die Jedem um ſo zugäng- licher ſein muß, da die Billigkeit des Preiſes überraſchend iſt.(Im Redaktionsbureau des Spiegels liegt ein Probeheft zu Jedermanns Anſicht in Bereitſchaft.)

Beilage: Der Schmetter⸗ ling. Nr. 25.

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Herausgeber und Verleger Fran; Wieſen.