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kelhaͤrings u. f. w. Mituuter findet man den Zuſaz:„es ſei bas Dach ber Bude reparirt, ſo daß die resp. Zuſchauer nicht naß zu werden fürchten dürfen.“ (Beſchluß folgt.). E n Merkwürdliger Fang eines Krokodils.
Der engliſche Reiſende Laird erzählt:„Man ſah einen ſehr großen Alligator am Ufer des Fluſſes, unſerm Schiffe gerade gegenüber ſich ſonnen— Zwei Eingeborene in einem Boote bemerkten ihn auch, landeten ſogleich vor— ſichtig und ſchlichen oder krochen nach dem Ungeheuer hin. Sobald ſie demſel⸗ ben nahe gekommen waren, richtete ſich einer auf, nahm ſeinen ſechs Fuß lau⸗ gen Speer und nagelte dadurch mit einem kräftigen Stoße den Hintertheil des Alligators in den Sand. Nun folgte ein harter Kampf; der Mann mit dem Speer mußte denſelben ſo feſt, als ſeine. Kraft erlaubte, in dem Sande halten, und an demſeben hinaufklettern, gewandt wie ein Affe, wenn der Alli⸗ gator drohend ſich nach ihm umdrehete, während ſein Gefährte, ſobald ſich eine günſtige Gelegenheit darbot, auf das Thier zuſtürzte, ihm Stiche mit ſeinem Meſſer verſezte und in demſelben Augenblike aus dem Bereiche der ſchreklichen Zähne entfloh, wenn das Thier ſich an der ſeltſamen Angel herumdrehete, die der andere hinten an ihm angebracht hatte. Der Kampf dauerte, über eine halbe Stunde und endigte mit dem Tode des Alligator's und dem Siege der beiden muthigen Männer, welche darauf das Thier zerlegten, Uhr Boot mit dem Fleiſche beluden und daſſelbe dann an ihre Landsleute verkauften.“
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Die Steiner'ſche Vloline.
Der Graf v. Trautmannsdorf, Oberſtallmeiſter am Hofe Karls I., kaufte eine Violine von Jakob Steiner(gebürtig von Abſam) unter folgenden Be—⸗ digniſſen: Zuerſt wurden dem Verkäufer 35 Louisd'or baar ausbezahlt; ferner verſprach ihm der Graf ein tägliches gutes Mittageſſen, jährlich ein goldbor⸗ tirtes Kleid und 2 Fäſſer Bier; auch machte er ſich verbindlich, ihm 6 Gul— den monatlich zu- zahlen, und, für den Fall, daß er heirathen ſollte, ſo viele Haſen, als er verlangen würde, in ſeine Küche zu liefern, nebſt 12 Körben Obſt jährlich, und eben ſo viel für ſeine alte Amme, ſo lange ſie leben würde. Der Verkäufer lebte noch 16 Jahre, und die Violine kam nach Berechnung zwiſchen 8000 bis 9000 fl. zu ſtehen. Dieſes Inſtrument iſt gegenwärtig ein Eigenthum des Konzertmeiſters Frenzel in Mannheim.
*** Ansichten. Urtheile. Begebnisse. 8 g Kliſchnigg, noch in unſerer Nähe wei⸗ Th eater. let; iſt aber dies der Fall und hat er Pe ſſt h.(Der Affe als Bräu⸗ anderſt die magere Theilnahme, die
tigam) Wir wiſſen nicht, ob der ſeine Kunſt in unſerer Nach barſtadt er⸗ Oroßmeiſter aller Affenkünſtler, Herr fahren, ſchon verſchmerzt, ſo muß er


