Kunst, Eleganz und une 4
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S4. Sonnabend, 21. Oktob. 1837.
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(Beſchluß.)
Einige Tage darnach verließ ich Paris und hörte von Iſabellen nicht mehr reden. Ich verheirathete mich mit der Frau, die ich liebte. Die Revo⸗ lution kam; ich verließ den Dienſt, wanderte ſodann aus; ich war beſtändig arm; mehr als das, ich kan die Armuth im Exil, aber die Erinnerung an Iſabelle hat mich nie beunruhigt, und nie habe ich es bereuet, dieſe ſchimpf⸗ lichen Reichthümer von mir gewieſen zu haben. Ich habe meine Frau in Eng— land verloren, und bin endlich mit meiner einzigen Tochter und unſern Prin⸗ zen nach Frankreich zurükgekommen. Sie ſehen, fügte der Greis hinzu, indem er einen Blik auf ſein beſcheidenes Epaulette warf, daß ſie nicht das Glük aller ihrer Diener gemacht haben.
An dieſem Betragen erkenne ich einen noblen Mann, rief ich; nein, mein Herr, nein, Sie konnten ein nur durch Entehrung zuſammengerafftes Vermögen nicht annehmen; es würde, wie Sie ſagen, Ihre Hände beſudelt und ein reines Leben angeſtekt haben; welchen Namen würde ein Mann ver— dienen, der von dem Gewerbe Nuzen zöge, das ſeine Sklavin trieb?
Das iſt meine Meinung und der Nath, den ich verlangte, rief der Mar- quis, indem er nach dem Schranke ging, in welchem er ſeine Papiere einge— ſchloſſen hatte, und ein Blatt herausnahm, welches er mir darreichte.. Leſen Sie, mein Herr!
Ich las Nachſtehendes:„Pontoiſe, den 19. November 1821.— Ich ſe ze den Herrn Marquis de Vatry zum Univerſalerben ein.— Iſabelle.“
Das iſt vor den Geſezen vollkommen rechtskräftig, mein Herr, ſagte ich zu ihm. f
Die Authentizität iſt beglaubigt, erwiderte Herr de Vatry, von dem Maire von Pontoiſe, von dem Pfarrer, der Iſahellen in ihren lezten Augen—


