te, fand im ſpanlkſchen Saale der kö— niglichen Hofburg ſtatt. Am Abend deſſelben Tages lud der Handels ſtand ſämmtliche Naturforſcher und alle ho⸗ hen Honoratioren der Stadt zu einem glänzenden Valle in dem prachtvollen Saal auf der Järberinſel, in welchem das tägliche gemeinſchaftliche Mittags mahl ſtatt fand; das Kouvert koſtete 1 fl. 10 kr. C. M. Eine Medaille, auf welcher das alte Altſtädter Rat hhaus, mit dem Worte„Curia“ und der in einem Ringe angebrachten Schrift: „Praga eousortii memor. Concioni Xv natur. serut. et medlic. germaniae. Anno MDbeccxXXX VII geprägt war, wurde, Namens der Stadt, an die Mitglieder vertheilt.— Am 27. v. M. fand die Preisvertheilung der vorjährigen Ge⸗ werbausſtellung ſtatt. Zwei Konkur⸗ renten erhielten das Ehrendiplom als Mitglieder des Gewerbvereines. Die goldene Medaille bekamen 11 und 6, die ſie bereits früher erhielten, waren ihrer würdig erklärt. Der ſil bernen waren 27 theilhaftig und 11 frühere Beſizer derſelben würdig befunden. 29 erhielten die bronzene und 12, die ſie in den früheren Preisverthellungen empfingen, derſelben würdig befun⸗ den.— Das Feldlager bei Mochow, das von der Prager und Königgrätzer Garniſon, einer Truppenmaſſe von 10,000 Mann, ausgeführt wurde, ward zahlreich beſucht und von der günſtig⸗ ten Witterung begleitet. H.
Literatur.
Berlin.„Goethes Brieſwechſel mit einem Kinde“ iſt hier unter dem Titel:„Goethe's Correspondence with 2 child“ in engliſcher Sprache er⸗ ſchienen. A.
Paris. Der geiſtvolle Feuilleto⸗ niſt Janin hat einen neuen Roman: „Un coeur pour deux amours““ heraus⸗
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gegeden, in welchem ſich die Handlung um ein Geſchwiſterpaar à la Ritta⸗Chri⸗ ſtine dreht. Zwel junge Mädchen ſind wie die ſtiameſiſchen Zwillinge körper⸗ lich vereint. Sie haben zwei vollendete ſchöne Geſtalten aber ein Herz, zwei— erlei Willen, zweierlei Weltanſchauung, doch nur eine Zärtlichkeit, eine Empfindung. Herz u. Verſtand haben bier alſo Gelegenheit in Kolliſion zu kommen. Janin hat dieſe Idee wun⸗ derlieblich erdacht und glütlich benäzt, wenn auch nicht zu leugnen iſt, daß ſich dieſer Stoff mehr für einen Jour⸗ nalartikel eignet, in welchem am mei— ſten der liebenswürdige Feullletoniſt glänzt. A.
Mignon ⸗Zeitung.
Feuilleton aus Wien. Im k. k. Burgtheater war neu:„die ſeltene Liebſchaft“, Luſtſpiel in einem Aufzuge. Das Stük, ein loſes Fa⸗ brikat, geſiel nur durch die gerundete Darſtellung. Auf dieſer Bühne kommen mit Nächſtem zwei neue Piecen:„Aug' und Ohr“, Schauſpiel v. Dr. Alois Jeiteles u. das Charakkergemälde„der Selbſtquäler“ von Bauernfeld, zur Aufführung.— Die Produktion des jungen Flötenvirtuoſen Adalbert Pfei⸗ fer aus Peſth, im k. k. Hofopernthea— ter, wurde mit allgemeiner Anerken— nung ſeines eminenten Talentes auf⸗ genommen. Nicht minder erwarben ſich der bekannte Waldhorniſt-König u. der Harfenvirtuoſe Pariſh Alvars, welche ſich am 7. Okt. in einer muſikaliſchen Akademie hören ließen, den reichlich— ſten Applaus.— Im„Poſtillon von Longjumeau“, welcher ſchon Samſtag, den 14. d. M. in die Szene geht, wer⸗ den die Dem. Lutzer und die Herren Wild, Staudigl u. Forti, die Haupt— parthien ausführen.— Im Leopoldſt.


