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Frankreich hat jezt ſeine muſikal. Kon⸗ reformiſtiſchen Komkits mehr als 100
greſſe. Der Kongreß des Weſtens fand v.
wurden Kirchenmuſiken von Cherubini,
2 bis 23. Juli in Larochelle ſtatt. Es
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Mozart, Danzi, Heydn, eine Sim⸗ phonie von Beethoven, eine Ballade von Schubert, dann mehrere Piecen aus Opern von Roſſini, Meyerbeer, C. M. v. Weber, Auber u. ſ. w. vor⸗ getragen.— Paganini lebt hier ſehr zurükgezogen; er leidet an den Nerven, und will ſich homöopathiſch behandeln laſſen. Seine Wohnung iſt bei einer engliſchen Familie, wo er bie 15jäh⸗ rige Tochter, eine ausgezeichnete Kla— vierſpielerin, auf ſeiner Wundergelge begleitet. Sein 12jähriger Sohn nimmt Theil an dieſen Konzerten. B. Buntes aus London. Es iſt notoriſch, daß in London alle Ha— fenarbeiter, die für die Torykandida— ten ſtimmten, von ihnen bezahlt wa— ren. Indeſſen muß man zum Lobe die— ſer wakern Leute ſagen, daß ſie ſich erboten, für die Hälfte der Summe, welche die Tories ihnen gegeben, für die Liberalen zu ſtimmen; man wies aber ihr Anerbieten zurük.— In Ly— mington war etwa 14 Tage vor der Wahl ein reicher Nabot angekommen, und hatte 20,000 Pfd. Sterl. bei der Bank angelegt, um die Wahl der Whig— kandidaten durchzuſezen. Er ſtellte den Wählern alle Wirthshäuſer u. Schen⸗ ken zur Verfügung, ließ Brod, Vier de. an die ganze Bevölkerung bis auf 7 engl. Meilen in der Runde verthei— len u. ſ. w. Seine Freigebigkeit blieb aber leider ohne Erfolg, und er hatte den Schmerz, die zwei konſervativen Mitglieder wiedergewählt zu ſehen.— In Strafford wieſen die Agenten des
Stimmen ab, die ſich zu 3 Pfd. St. per Mann anboten.— In Nottingham erdroſſelte kürzlich ein Mann Namens Greenſmith ſeine 4 Kinder, und über— lieferte ſich dann ſelbſt der Juſtiz. Nach ſeiner Ausſage war er im Begriff, we—⸗ gen Miethrükſtands auf die Straße ge— worfen zu werden, er konnte den Ge⸗ danken nicht ertragen, ſeine Kinder elend zu ſehen, und glaubte, daß ſie bei ihrer Mutter im Himmel beſſer aufgehoben wären. Da der Verbrecher keine Spur von Geiſteszerrüttung zeig— te, wurde er für ſchuldig erkannt und zum Tode verurtheilt. M.
Erinnerung.
Diejenigen, welche die Eröffnung des ungariſchen Schauſpielhauſes zu Peſth ihrer Aufmerkſamkeit würdigen, können nebſt der altgriechiſchen und lateiniſchen, in allen leben— den Sprachen ihre Gedichte verfaſſen, und werden abermals geziemend erſucht, ihre Auf— ſäze ſobald als möglich„an die Redaktion der ungariſch-belletriſtiſchen Zeitſchrift.„Regé- 16-Honmüxész.“(Peſth, an der Donau, nächſt dem Fiſchplaze, Nro 114.) einzuſenden, damit dieſelben noch zur Zeit zum Druke be— fördert werden können.
Aufforderung an Tonkünſtler.
Die Herren Tonkünſtler, welche eine An⸗ ſtellung im Orcheſter des neu erbauten unga— riſchen Theaters in Peſth zu erhalten wünſch— ten, belieben ſich deßhalb an H. Gabriel Rothkrepf, Redakteur der ungariſch⸗ belletriſti— ſchen Zeitſchrift Regél6-Honmüvész(wohn- baft in Peſth, an der Donau, nächſt dem Fiſchplaze, Nro 114, im iten Stokwerke des Kropf'ſchen Hauſes) zu wenden— Morgens zwiſchen 7—8, Nachmittags zwiſchen 2—3 Uhr.
Modenbild. Nr. 32.
Paris(25. Juli). 1. Kapote. Kleid von brochirtem Pou de Sole, mit einer aus⸗ gezahnten Falbe garnirt. Mantelet von Fi⸗ let.— Tuniquekleld v. indiſchem Mouſſelin. Sonnenſchirm v. Thomaſſin.
Beilage: Der Schmetter⸗ ling. Nr. 17.
Halblühriger Preis 4 fl., mit freler Poſtzuſendung 5 fl. Auf Velinpapler mit erſten Kupferabdrilken 5 fl. und poſtfrei 6 fl. C. M.— Man pränumerkrt im Kommſſionsamt zu Ofen(Feſtung, auberhalb des Waſſerthore), in C. Millers u. F. Tomalas Kunſthandlungen zu peſth und bel allen k. k. Poſtlämtern.
Herausgeber und Verleger Franz Wieſen.


