Jahrgang 
Band 2 (1837)
Seite
512
 
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Frankreich hat jezt ſeine muſikal. Kon⸗ reformiſtiſchen Komkits mehr als 100

greſſe. Der Kongreß des Weſtens fand v.

wurden Kirchenmuſiken von Cherubini,

2 bis 23. Juli in Larochelle ſtatt. Es

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Mozart, Danzi, Heydn, eine Sim⸗ phonie von Beethoven, eine Ballade von Schubert, dann mehrere Piecen aus Opern von Roſſini, Meyerbeer, C. M. v. Weber, Auber u. ſ. w. vor⸗ getragen. Paganini lebt hier ſehr zurükgezogen; er leidet an den Nerven, und will ſich homöopathiſch behandeln laſſen. Seine Wohnung iſt bei einer engliſchen Familie, wo er bie 15jäh⸗ rige Tochter, eine ausgezeichnete Kla vierſpielerin, auf ſeiner Wundergelge begleitet. Sein 12jähriger Sohn nimmt Theil an dieſen Konzerten. B. Buntes aus London. Es iſt notoriſch, daß in London alle Ha fenarbeiter, die für die Torykandida ten ſtimmten, von ihnen bezahlt wa ren. Indeſſen muß man zum Lobe die ſer wakern Leute ſagen, daß ſie ſich erboten, für die Hälfte der Summe, welche die Tories ihnen gegeben, für die Liberalen zu ſtimmen; man wies aber ihr Anerbieten zurük. In Ly mington war etwa 14 Tage vor der Wahl ein reicher Nabot angekommen, und hatte 20,000 Pfd. Sterl. bei der Bank angelegt, um die Wahl der Whig kandidaten durchzuſezen. Er ſtellte den Wählern alle Wirthshäuſer u. Schen⸗ ken zur Verfügung, ließ Brod, Vier de. an die ganze Bevölkerung bis auf 7 engl. Meilen in der Runde verthei len u. ſ. w. Seine Freigebigkeit blieb aber leider ohne Erfolg, und er hatte den Schmerz, die zwei konſervativen Mitglieder wiedergewählt zu ſehen. In Strafford wieſen die Agenten des

Stimmen ab, die ſich zu 3 Pfd. St. per Mann anboten. In Nottingham erdroſſelte kürzlich ein Mann Namens Greenſmith ſeine 4 Kinder, und über lieferte ſich dann ſelbſt der Juſtiz. Nach ſeiner Ausſage war er im Begriff, we gen Miethrükſtands auf die Straße ge worfen zu werden, er konnte den Ge⸗ danken nicht ertragen, ſeine Kinder elend zu ſehen, und glaubte, daß ſie bei ihrer Mutter im Himmel beſſer aufgehoben wären. Da der Verbrecher keine Spur von Geiſteszerrüttung zeig te, wurde er für ſchuldig erkannt und zum Tode verurtheilt. M.

Erinnerung.

Diejenigen, welche die Eröffnung des ungariſchen Schauſpielhauſes zu Peſth ihrer Aufmerkſamkeit würdigen, können nebſt der altgriechiſchen und lateiniſchen, in allen leben den Sprachen ihre Gedichte verfaſſen, und werden abermals geziemend erſucht, ihre Auf ſäze ſobald als möglichan die Redaktion der ungariſch-belletriſtiſchen Zeitſchrift.Regé- 16-Honmüxész.(Peſth, an der Donau, nächſt dem Fiſchplaze, Nro 114.) einzuſenden, damit dieſelben noch zur Zeit zum Druke be fördert werden können.

Aufforderung an Tonkünſtler.

Die Herren Tonkünſtler, welche eine An⸗ ſtellung im Orcheſter des neu erbauten unga riſchen Theaters in Peſth zu erhalten wünſch ten, belieben ſich deßhalb an H. Gabriel Rothkrepf, Redakteur der ungariſch⸗ belletriſti ſchen Zeitſchrift Regél6-Honmüvész(wohn- baft in Peſth, an der Donau, nächſt dem Fiſchplaze, Nro 114, im iten Stokwerke des Kropf'ſchen Hauſes) zu wenden Morgens zwiſchen 78, Nachmittags zwiſchen 23 Uhr.

Modenbild. Nr. 32.

Paris(25. Juli). 1. Kapote. Kleid von brochirtem Pou de Sole, mit einer aus⸗ gezahnten Falbe garnirt. Mantelet von Fi⸗ let. Tuniquekleld v. indiſchem Mouſſelin. Sonnenſchirm v. Thomaſſin.

Beilage: Der Schmetter⸗ ling. Nr. 17.

Halblühriger Preis 4 fl., mit freler Poſtzuſendung 5 fl. Auf Velinpapler mit erſten Kupferabdrilken 5 fl. und poſtfrei 6 fl. C. M. Man pränumerkrt im Kommſſionsamt zu Ofen(Feſtung, auberhalb des Waſſerthore), in C. Millers u. F. Tomalas Kunſthandlungen zu peſth und bel allen k. k. Poſtlämtern.

Herausgeber und Verleger Franz Wieſen.