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Kunst, Eleganz und Mode.
Vehuter Gabe u ꝗ.
64. Sonnabend, 12. Auguſt. 1837.
Ein berühmter Boxer.
(Fortſezung.)
O, wie verwünſchte ich innerlich den Ruhm und das Boxen und wie gern wäre ich geſund und heil aus dieſem Lärm geweſen. Da fiel mir plözlich ein erhabener Gedanke ein, und um ihn zur Ausführung zu bringen, ſtieg ich auf die Schultern eines meiner Sekundanten, ergriff ſein Haar mit kräf— tiger Hand, und mit der andern deutete ich an, daß ich reden wolle. Den Augenblik nachher erhob ſich meine Stimme zur Höhe des gräulichſten Geheuls und ich ſprach nachſtehende Worte:
„Ehrenwerthe Gentlemen! ich will nicht weitläufig über die Wichtig⸗ keit der Frage ſprechen, über die wir verſchiedener Meinung ſind, denn ſie iſt nur durch die verwirrten Auftritte, welche Statt gehabt haben, zu ſehr ge— rechtfertigt.“
Hier machte ich eine Pauſe, nicht weil ich in Verlegenheit war, ſondern um O'Brien einen Wink zu geben, den ich ſich ſtreiten ſah, und ſein ver⸗ dammtes no kicking aus allen Kräften ſeiner Lunge ſchreien hörte, daß er ſein Geſchrei einſtellen und mir zu Hilſe kommen möchte. Aber ſtatt auf meine Winke zu achten, drehete ſich der Elende um, ſchrie aus vollem Halſe und verlor ſich in dem Haufen. 7 8
„Meine Herren, ich wiederhole es, die Frage iſt ernſt und ſehr wich⸗ tig; nichts iſt jedoch mehr zu entſchuldigen, als das, was ich that, denn wenn bei Euch Engländern die Fauſt in großem Anſehen ſteht, ſo machen wir Franzoſen dagegen keinen Unterſchied zwiſchen Fuß und Fauſt.“
Das iſt wahr! das iſt wahr! Hurrah! hurrah! für Frenchman!] Wir haben gewonnen!
Nein! nein! no kicking! Nieder mit dem Frenchman!
Aber, Unglüklicher! rief ich, O'Brien's Arm ergreifend, der von einer beiſpielloſen Wuth ergriffen zu ſein ſchien, du willſt alſo, daß ich verderben ſoll!


