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Kunst, Eleganz und Mode.
Leher Hebrg aq.
63. Mittwoch, 9. Auguſt. 1837.
Ein berühmter Boxer.
(Fortſezung.)
Ich erinnere mich dieſes denkwürdigen Tages enau, als waͤre es heute geſchehen: Denket Euch eine große Wieſe und mitten in derſelben ein prächtiges, von einer unermeßlichen Menge von Zuſchauern beſeztes Amphi⸗ thegter. Nachdem mein Gegner und ich unſere Kleider und Hemden ausgezo— gen hatten, wurde jeder wie ein Sak Kaffe gewogen, und unſere Sekundan—⸗ ten begaben ſich auf ihren Poſten. William Peterſon, eine Flaſche Rum in der Hand, war zu meiner Rechten, während Georg Peterſon, ſein Bruder, ein Knie auf der Erde, mit dem andern eine Art von Siz bildete. Ich ſezte mich, und man rieb mir mit der Hand den Unterleib, um mich zu animiren. Alsdann erfolgte eine tiefe Stille, und Aller Augen waren auf uns gerichtet, um zu ſehen, ob Frankreich oder England ſiegen werde.
Die gebräuchliche Loſung erſcholl jezt: Times(es iſt Zeit) riefen unſere beiden Sekundanten zu gleicher Zeit. Sogleich richtete jeder von uns ſich in die Höhe, und maß ſeinen Gegner mit drohendem Auge. Die Jahrbücher des Bopens lieferten wohl nie ein Beiſpiel von einer geſpannteren Aufmerkſam— keit; alle Hälſe waren geſtrekt, und kein Worten entglitt den Lippen der Zu- ſchauer. Jeder von uns die Fauſt bis zur Höhe des Auges haltend, hielt die andere in einiger Entfernung von ſeiner Naſe, um zum Schlage bereit zu ſein; beide, die Beine bogenförmig gekrümmt, den Körper etwas rükwärts gewor— fen, hielten wir uns ſo in Reſpekt. Auf einmal ſchneidet da mein Gegner fürchterliche Grimaſſen, ſeine Muskeln ſpannen ſich, ſeine Fauſt ballt ſich, und er tritt mit ungeheurer Schnelligkeit auf mich zu; noch eine Viertelſe— kunde und dieſe ſchrekliche Fauſt fällt wie eine Bombe auf mein Geſicht; allein, ſchnell wie der Bliz, ziehe ich es mit einer ſo glüklichen Behendigkeit zurük, daß die drohende Fauſt vorberfährt, und Thompſon das Gleichgewicht verliert,


