Jahrgang 
Band 1 (1837)
Seite
401
 
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Kunst, Eleganz und Mode.

VDeßuler Habeg g.

51. i Mittwoch, 28. Juni. 1837

t.

(Beſchluß.)

Der Oberſt ſchnitt dieſe Konverſation durch die Bemerkung ſchnell ab, er ſei vollkommen überzeugt, der Wirth werde im Stande ſein, ihm einen guten Plaz bel den Aſſiſen zu verſchaffen, doch wünſche er zuvor die Merkwürdig⸗ keiten der Stadt zu ſehen, worauf es ſodann immer noch Zeit ſei, ſich in den Juſtizhof zu begeben. Meicter Mulligan beeilte ſich, das Billet zu ſchreiben, das er dem Gerichtsſchreiber zukommen laſſen wollte, dann puderte er ſeine Haare, warf einen ſchönen Mantel von olivenfarbenem Sammt um, und machte ſich, indem er ſich in die Bruſt warf, bereit, ſeinen vornehmen Gaſt zu be- gleiten. Der Wirth erwiderte mit tiefen Verbeugungen die zahlreichen Fra gen, welche der Oberſt an ihn richtete, der ſich beſonders neugierig zeigte, die Veſtimmung aller der öffentlichen und Privatgebäude zu erfahren, an denen ſie vorbeigingen, auch ſchien er ein großes Intereſſe an all den Zwiſtigkeiten zu nehmen, die ſich unter dem Geſindel erhoben, das betrunken und lärmend ſich in den Straßen herumtrieb.

Mehreremale nahm ſich der Wirth die Freiheit, den Oberſt zu erinnern, daß die Sizung ſchon lange angefangen habe, allein dieſer hörte nicht auf ihn. Seine Augen und ſeine Ohren waren in ſteter Aufmerkſamkeit auf Alles, was um ihn her vorging, und was er ſah und hörte, ſchien ihn völlig zu zer⸗ ſtreuen, bis endlich ſein Bedienter ſich bei ihnen einfand, und ſeinen Herrn auf ſeine gewöhnliche linkiſche Art begrüßte.

Jezt, Meiſter Mulligan, wollen wir auf das Tribunal gehen, ſagte der Oberſt,ich folge euch. Eure Stadt iſt wahrhaftig prächtig; ich bin ent zükt von meiner Runde. Dank, Meiſter Mulligan, tauſendmal Dank!

Als der Oberſt in den Sizungsſaal n trat, zog ſein ſtattliches Ausſehen die allgemeine Aufmerk ſamkeit auf ſich. Das Billet war dem Gerichtsſchreiber am Stabe des Gerichtsdieners übergeben worden, und ſobald es der Richter

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