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In ben innern Fenſterräumen ſieht man ſogenannte Plate- bandes, an- dere Pflanzen befinden ſich in Jadinieren von Porzellain, in japaniſchen Va⸗ ſen, in Körbchen von Paliſander und in den Blumentiſchen.
Es gibt keinen Wohlgeruch, welcher den der Blumen aufwöge; es gibt keine graziöſere Koketterie, als die mit den Blumen. Sie beleben die Einſam⸗ keit, ſie erfreuen den Blik, ſie beſchäfti gen den Geiſt.
Es ſind die eigentlichen Juwelen der belebten Natur, erſchaffen zum Schmuk der Frauen.
In Paris figuriren die Blumen in einem anſtändigen Haushalt mit ei— ner ziemlich hohen Summe. Wenn man mit einem Gärtner kontrahirt, fünf oder ſechs Zimmer jede Woche mit friſchen Blumen zu verſehen, ſo koſtet dieſes ſechzig bis achtzig Franken monatlich, und wenn man auch noch ein kleines Treibhaus damit verbunden wiſſen will, ſo könnte man ſich leicht für dieſes Geld einen Wagen oder eine Loge in der großen Oper halten.
Ueberall ſieht man daher in Paris zu den vielen hundert herumwandeln— den Blumenhändlerinen neue Blumenläden entſtehen. Der Blumenluxus iſt durch alle Stände verbreitet, und zu den tauſend eleganten Kleinigkeiten, welche ein Damengemach anfüllen, geſellen ſich ſchöne Blumen in erſter Linie.
Auch in Deutſchland greift dieſe anmuthige Mode immer mehr und mehr um ſich. Es iſt faſt kein anſtändiges Haus, das ihr nicht fröhnt, und in jeder Stadt von einiger Bedeutung finden ſich Blumengärtner, welche gegen eine monatliche Entſchädigung Winter und Sommer hindurch die Zimmer mit fri⸗ ſchen Blumen verſehen.
Klei af, e
Die Größe eines der Thierchen, die N im Kieſeltuff entdekt worden ſind, beträgt nur 237 einer Linie oder zus eines Zolles. In dem Polirſchiefer von Bilin enthält eine Kubiklinie in runden Summen 35 Mill. dieſer Thiere und ein Kubik zoll 46,000 Millionen. Das Gewicht eines Kubikzolles dieſes Polirſchiefers iſt 270 Gran, folglich wiegen 187 Millionen dieſet Thiere nur einen Gran oder die Kieſel bedekung eines dieſer Thiere beträgt den 187 mil— lionſten Theil eines Gran.
Aielien, Urtheile. Begebnisse.
ker und Tänzerin“,„Mann meiner Frau“,„Vormund u. Mündel“,„ei⸗ ferſüchtige Frau“(2 Mal), im„Markt
Theater. Wien(18. Juni). Das k. k. Hof⸗
theater nächſt der Burg, ſtets bemüht unſer Publikum auch mit auswärtigen Talenten bekannt zu machen, ſelbe auf— zumuntern und zu unterſtüzen, ließ die Dem. Denker aus Brünn gaſtiren. Sie trat im„goldenen Kreutz“,„Quä⸗
zu Ellerbrunn“ auf, und wir lernten in ihr ein höchſt acht bares Talent ken⸗ nen. Delle. Denker nahm ſich unſere treffliche Dem. Müller zum Vorbilde, und ſtrebt dieſem Muſter gleich zu kom- men, was wir als ſehr lobenswerth


