Jahrgang 
Band 1 (1837)
Seite
369
 
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Kunst, Eleganz und Mode.

Vebuler Saßeg u.

47. Mittwoch, 14. Juni. 1837.

Da mit Ende dieſes Monats das halbjährige Abonnement auf dieſe Blätter zu Ende geht, ſo erſuchen wir höflichſt um gefällige baldige Er⸗ neuerung der Pränumeration, damit wir bei Zeiten die Auflage beſtim men können. Der bereits ausgegebene Proſpektus beſagt das Nähere. Die Genrebilder betreffend haben wir noch zu bemerken, daß die hͤchſt ſorgfältige Ausführung derſelben, von Seite des Kupferſtechers ſowohl als der Maler, da jedes Stük der ſehr ſtar ken Auflage gleichen Fleiß und gleiche Aufmerkſamkeit erfordert, ihre Erſcheinung zwar etwas verzögerte, daß ſie im zweiten Semeſter aber, wo wir eine grö ßere Anzahl Artiſten dazu anſtellen werden, raſcher und zahlreicher erſcheinen ſollen. Die Redaktion.

tiert.

(Fortſezung.)

Der Bank halter war in ſeiner Art ein ſehr merkwürdiger Mann. Früher Leibeigner eines Spielers, hatte er ſich ſpäter frei gekauft, ſich, auf welche Weiſe weiß man nicht, den Nang der vierzehnten Klaſſe zu verſchaffen gewußt, dann ſeinem ehemaligen Herrn alles Geld abgewonnen, deſſen Tochter gehei rathet, die aber bald nach der Hochzeit aus Gram und Kuumer ſtarb, und ſich vier Mal vor dem Kriminal-Gericht ſtellen müſſen, das ihn indeſſen nie ſchuldig fand, jedoch fortwährend unter ſtrenger Aufſicht hielt. Als er noch Leibeigner war, diente er einem bekannten Liebhaber der Malerel als Modell zum Cain und zum Judas. Seitdem ſchmükte ſein Antliz ſich mit Ehren-Nar⸗ ben von auf ſeiner Stirn zerſchlagenen Flaſchen und Gläſern, und an den Kopf geworfenen Leuchtern, in ganz eigentlichen Schlachten am Spieltiſche.

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