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ſpaäter, alſo in ſeinem 72. Jahre mit einem 18,jährigen Mädchen. Erſt im Jahre 1835, alſo 112 J. alt, übergab er ſeine Wirthſchaft ſeinem 29 jährigen Sohne zweiter Ehe. Noch in ſeinem lezten Lebensjähre ging er täglich 4 bis 5 Stunden zu Fuße. Er führte ein ein⸗ faches, mäßiges Leben u. ward von ſei⸗ nen Bekannten wegen ſeiner Frömmig— keit und Anhänglichkeit ſehr geachtet. Seit dem Jahre 1818 erließ ihm ſeine Herrſchaft den Robothdienſt. A.
Stuttgart. In Stuttgart wird eine Geſellſchaft tüchtiger fran— zöſiſcher Schauſpieler, die nach Berlin und St. Petersburg engagirt iſt, näch⸗ ſter Tage Vorſtellungen geben. K.
Paris. Nicht leicht hat in neu— erer Zeit etwas ſo viel Aufſehen un— ter der Pariſer Damenwelt gemacht, als das Trouſſeau der Prinzeſſin He— lene. Man bewundert nicht blos die Koſtbarkeit der Stoffe und das Kunſt— fertige der Ausführung, ſondern auch die originelle Erfindung. Als ganz be— ſonders geſchmakvoll werden gerühmt: die mit Pariſer und Brüſſeler Spizen reich beſezten Negligé-Anzüge, ein himmelblauer Schlafrok mit chineſiſchen Verzierungen, ein Kleid von Organ— die, mit Sammt beſezt und mit Sil— ber geſtikt, die geſtikten Mouſſelinklei— der, die ſeidenen Roben u. ſ. w..
London. In Neu-⸗Südwales ſoll eine alte Jungfer viel ſeltener ſein, als ein ſchwarzer Schwan. Es wird ſo— gar behauptet, daß die Einwanderer weiblichen Geſchlechts, noch ehe ſie das Schiff verlaſſen haben, ſchon Hei— rathsanträge durch das Sprachrohr er— halten. 8
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Lokal⸗Zeitung. Erin nerungsball. Der endlich ſtattgefundene Erinnerungsball in den Re— doutenſälen, am 4. d. M., hat alle Erwar— tungen faſt übertroffen. Die Säle waren für die Sommerſaiſon ſehr gefullt. Man be— merkte viele Perſonen aus der höhern fafhio— nablen Welt beiderlei Geſchlechts. Geiſtreiche, aber meiſt wortarme Masken ſchritten ſtatt— lich einher und zierlich gepuzte Pärchen tanz— ten con amore bis nach drei Uhr Morgens. Arrangements, Muſit dc. ließen wenige
Wuünſche zurük. 1 5
Für elegante u. wirthſchaft⸗ liche Haushaltungen. unter den ma⸗ nigfaltigen Induſtrie-Erzeugniſſen, die in Peſth zu Markt gebracht werden, zeichnen ſich jene der k. k. a. prio. Lampen- und Blechwaaren— Fabrik des Hen. Karl Demuth aus Wien vorzüglich aus. Geſchmak, Eleganz, Zwek— mäßigkeit und Solidität vereinigen ſich bei dieſen Fabrikaten, um ſie jeder Haushaltung beſtens zu empfehlen. Vorzüglich zeichnen ſich die höchſt zierlichen Filtrir-Kaffe⸗-Ma⸗ ſchinen(eigene Erfindung des Hrn. De— muth), wegen ihrer einfachen Behandlung und der netten, wenig Raum einnehmenden Form aus. Nicht minder preiswürdig ſind die engliſchen Luſtres-Tafel« und Trumeaux— Lampen, die ſchönen Pakfonk-Gegenſtände, die ganz feinen Lakwaaren, in allen Farben, ſo wie die beſten Sorten Schnellzündmaſchi— nen. Die Preliſe ſind ſehr billig. Die Nieder— lage iſt auf dem Theaterplaz,„zum golde— nen Löwen.“ 1.
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Herausgeber und Verleger Franz Wieſen.


