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man ſich aus den beengten und dumpfen Räu— men der Gaſthäuſer in freiere, freundlichere Hallen ſehnt, empfehlen wir das anmuthige Reſtaurations-Lokale in dem altrenommirten Gaſthauſe„ju den 7 Churfürſten“, wo der ſo vortheilhaft bekannte Pächter, Hr. Hauer, die Salons auf's Geſchmakvollſte rennoviren und einrichten ließ. Nicht nur kann man hier im Freien ſein Mittag- und Abendbrod in gemüthlicher Ruhe verzehren, ſondern es iſt auch durch eine zwekmäßige Dispoſition dafür beſtens geſorgt, daß nicht, wie es ge⸗ wöbnlich in ſolchen Anſtalten der Fall zu ſein pflegt, unangenehme Luftzüge ſchädlich und ſtörend auf die Gäſte einwirken konnen.—
Uebrigens ſind Küche und Keller, ſo wie zu. vorkommende Bedienung unter der Leitung des Hrn. Hauer und ſeiner Gattin zu bekannt, als daß wir noch etwas zu ihrem Lobe hin— zuzufügen hätten. Auch an erheiternder Muſikt
wird es nicht fehlen.
Vom Muſikverein. Allen hohen und verehrlichen Mitgliedern des Peſther und Ofner Muſit⸗Vereins wird hiemit die gebüh— rende Anzeige gemacht, daß von Seite der ausübenden und mitwirkenden Mitglieder des Vereins die ſiebente Muſikdarſtellung am 30. April l. J., Nachmittags um vier Uhr, im ſtädt. großen Redoutenſaale, ſtattfinden, und aus Joſeph Haydn's Oratorium:„die Jahres- zeiten“,„der Herbſt und Winter“ aufgeführt werden wird.— Eintritts-Billete werden den verehrlichen Mitgliedern des Vereins, gegen Vorweiſung der Familienkarten, zu Peſth in der Vereins-⸗Kanzlei, im Gaſthofe„zum Pa⸗ latin“, Nr. 6, zu Ofen aber bei Hrn. An⸗ ton von Drexler, im konigl. Haupt⸗Dreißigſt⸗ Amts⸗Gebäude, erſten Stotwerk, in den Vor⸗ mittagsſtunden, von 9 bis 12 Uhr ordnungs⸗ mäßig verabfolgt.
Mui k. Hr. Louis Engel, ein ſehr talentvoller junger Planiſt aus Wien, iſt hier angekommen und wird nächſtens ein Konzert geben.
Der Modenkourier. (Paris, 16. April 1837.)
„Die Mode kommt, die Mode geht, Die Mode weilet und beſteht.““
1. Es iſt noch ſehr ſchwierig ſich über die angenommenen Frühlingsmoden definitiv aus—
zuſprechen, da dieſe noch ſehr im Schwanken ſind. In der Mitte der leichten ſommerlichen Hüte gewahren wir auch Sammet, Pluſch, und ſelbſt in den Equipagen des noblen Fau- bourgs ganz neu verfertigte wattirte Kapo⸗ ten. Es braucht aber nur einen freundlichen Sonnenſtrahl, um dieſe Winter-Koeffüren in ihre Kartons zu weiſen und alsbald das Reisſtroh, dieſen ſo zierlichen Kopfpuz zum Vorſchein zu bringen.
2. Indeſſen können wir verſichern, daß die Hüte veränderter, als jeder andere Theil der Toilette geworden; die Formen find ganz von jenen des lezten Winters verſchieden, obgleich einige Modiſten ſie in einer mittleren Größe erhalten und andere ſie gänzlich verkleinern.
8. Bis jezt ſind die verwendbarſten Farben zu Frühlingshüten: Weiß, Strohgelb und Perlengrau.
4. Die Bänder von geköͤpertem Sam- met werden heuer ohne Zweifel eine eben ſolche Rolle ſpielen, wie im vorigen Sommer jene von glattem Sammet. Es läßt ſich ſchwer etwas Koketteres denken, als eine gezogene Kapote von grauem Velours gree, die mit Bändern von grauem gekoperten Sammet, tirſchroth iriſirt, geziert iſt.
5. Ein ſehr ſchoͤnes Bonnet iſt von gothiſcher Blonde, geziert mit einem Johannis- beerenzweig, woran die Frucht hängt(Ri— biſel).
6. Die Shawls von Seidenfilet ſind ſehr in der Mode. Auf einem lichten Kleid bilden die transparenten Maſchen einen herrlichen Reflex, und die Falten, die ſich auf den Schultern gruppiren, bringen die Wirkung des Moire hervor, was dieſen Falten viele An- muth verleiht.
Modenbild. Nr. 17. (paris, 10. April). 1. Reisſtrohhut mit einem Caſoardzweig gezlert. Kleid la Coulanges.— 2. Hut von geheftetem Stroh mit Bändern geziert. Neue Mantelets.
Halbjäbriger Preis 4 fl., mit freter Poſtzuſendung 5 fl. Auf Velinrapter 5 fl. und pofffrei 6 4. C. M.— Man vränumerirt im Kommtſſiontzamt iu
mit erſten gueferabdrſlken Ofen(Feſtung, auterbald
des Waſlerthort), in C. Millers u. F. Tomalas Kunſthandlungen zu peſtb und bei allen k. k. Poſlämtern.
Heransgeber und Verleger Franz Wieſen.


