Kunst, Eleganz und Mode.
VBebuler. qæuꝗ.
17. Mittwoch, 1. März. 1837.
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(Beſchluß.)
Geblendet von dem Glanz der Mittagsſonne, erſchöpft und todtmatt ſchloß ich die Augen und muß in langem, tiefem Schlummer gelegen haben 3 denn wie ich plözlich erwachend auffuhr, ſah ich den kühlen Abend um mich däm— mern. Mit ihm aber kamen neue Schrekengäſte; ſchon früher hatte ich die Aasgeier, angelokt von der Witterung des Blutbades, über dem Beken in trä— gen Flügen kreiſen geſehen. Der ausſtrömende Verweſungsgeruch leitete ſie jezt nach ihrem Ziele. Zu Hunderten ließen ſie ſich auf dem Mörderplaze nieder.
Doch Gott, in der Fülle ſeiner Barmherzigkeit, hörte mein Rufen aus der Tiefe dieſer Steppengrube. Die Krliegsſchaar der berittenen Grenzjäger durchſtreifte, nach den Körpern ihrer erſchlagenen Freunde ſuchend, die Prairie. Ihre geübten Augen wurden im Augenblik durch die drehenden Kreiſe jener unheilverkündenden Vögel zur rechten Stelle gelenkt. Sie fanden mich, und im Wahnſinn meines Durſtes kämpfte ich mich mit ihnen ergrimmend ab, als ſie mir nicht verſtatten wollten, in vollen Zügen den Tod in dem Rinnwaſſer ir mich zu trinken. Während mich nun Einige mit freundlicher Gewalt zu— rükhielten, wuſchen mir Andere meine geſchwollenen Glieder, wieder Andere aber beſtatteten, unter männlichen Thränen die verſtümmelten Ueberreſte meiner treuen Gefährten mit anſtändiger Sorgfalt.
All' mein Denken und Verlangen vereinte ſich elt in dem einen Ziel⸗ punkte— glühende Sehnſucht nach Wiedervergeltung, unerſättliches Trachten nach Rache. An der Spize einer freiwillig zuſammengetretenen beträchtlichen Schaar von Grenzjägern gelobte ich Emma's Schatten blutige, volle Sühne an ihren Mördern, an den indianiſchen Würgern. Treulich löſte ich meinen Schwur. Wo es einen verwegenen Angriff auf eines ihrer Dörfer oder auf eine Rotte ihrer Krieger galt, war ich der Erſte im Sturm, der Lezte im


