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der Shawlfabrikation in Frankreich, iſt kürzlich in ſeinem 70 ⸗ſten Jahre ge— ſtot ben. B. Nürnberg. Kapellmeiſter Strauß iſt von ſeiner Reiſe nach den Nieder— landen und den Rheingegenden, wo er in Amſterdam, Rotterdam, dem Haag, Brüſſel, Lüttich, Bonn u. ſ. w. überall großen Beifall und reichliche Ernte fand, mit ſeiner Muſikgeſellſchaft von 30 Perſonen, über Frankfurt, Würz— burg und Nürnberg ohne Aufenthalt nach Wien zurük gereiſt. 8. Wien.(Konſumtion.) Es iſt ſo oft von der Wohlbehaglichkeit der Wie— ner im Genuſſe von Speiſe und Trank die Rede(da auch Schiller von ihnen ſang:„immer iſt's Sonntag, es dreht immer am Heerd ſich der Spieß,), daß ich es der Mühe Werth achte, Ih— ren Leſern die Frage: Wie viel ißt und trinkt ein Wiener? nach neuen, ſichern Quellen zu beantworten. Rech⸗ nen wir die Einwohnerzahl von Wien auf 550,000 Seelen(dieſe Angabe dürfte jezt ziemlich eintreffen), ſo kommen auf einen Wiener, Mann oder Weib, Greis oder Kind, über 35 Maaß Wein und 2 Eimer Bier jährlich; desgleichen an 3 Seidel Branntwein und 23 Maaß Eſſig. Von Eßwaaren verzehrt der Wiener 130 Pfund Rindfleiſch(Käl— ber, im Alter bis zu einem Jahre, kommen nicht völlig auf je zwei Men⸗ ſchen eines); Geflügel 6 Stüke(der Verbrauch von Hühnern und Tauben allein grenzt an anderthalb Millionen); von Haaſen kommen auf drei Menſchen ein Stük, von Fiſchen 25 Pfund, von Butter, Schmalz und Gänſefett nicht völlig 8 Pfund, von Käſe 27 Pfund. Außerordentlich groß iſt der jährliche

Verbrauch von Milch und Eiern, von erſterer 7,600,000 Maaß, von lezteren 42, 400,000 Stüke, wonach Milch 23 Maaß, Eier 128 Stük per Kopf jähr— lich ſich ausweiſen.— So bin ich ein Verräther an dem Magen meiner lie— ben Landsleute geworden, und den Rei— ſebeſchreibern wird es in Zukunft ein Leichtes ſein, bis auf ein„Bak händl““ und ein„Seidl Bier“ anzugeben, wie viel in Wien gegeſſen und getrunken wird.(Korreſpondent.)

London. Am 6. Dezember kam Herr Evans, der Vorſtand des Haupt amtes der Northern and Central-Bank of England in Mancheſter, mit der Mailkutſche von dort in London an, und fand zu ſeinem Schreken, daß er ein Paket mit 111,490 Pfd. Sterl. in Wechſeln und Banknoten u. ſ. w. ver⸗ loren hatte. Es wurden ſogleich Preiſe für die Wiederauffindung ausgeboten, und dieſe fand glüklicher Weiſe in ei— nem Stalle Statt, wo das Paket nach 15 Stunden, wie es ſcheint, ganz arglos in einen Winkel hingeworſen worden war. Dies ſoll es ſein, was damals den Kredit jener Vank erſchüt⸗ terte, und die Unterſtüzung derſelben durch die Bank von England erforderte.

M.

Bitte um Nachſicht. Da gegenwär⸗ tig, wegen des bedauerlichen Zuſtandes unſerer Landſtraßen, die Poſten bedeutend verſpätet hier eintreffen, ferner die Kommunikation zwiſchen Ofen, wo der Druk und die Expedi⸗ tion, und Peſth, wo die Redaktion des Spiegels beſorgt wird, durch den Eisgang auf der Donau ſo ſehr erſchwert iſt; ſo bittet die Redaktion um gutige Nachſicht, wenn ſie, während der kurzen Dauer der ſirengen Jah— reszeit, nicht ganz die gewöhnliche und ge— wünſchte Manigfaltigkeit in ihr Blatt zu brin⸗ gen und auch nicht ſo ſchnell in ihren Mit⸗ theilungen zu ſein vermochte.

Halbſäbriger Preis 4 fl., mit freter Poſtzuſendung 5 fl. Auf Velinpapter mit erſten Kupferabdrllken

5 fl. und poſtfrei 6 fl. C. M.

— Man pränumerirt im Kommtſſionsamt zu Ofen(Feſtung, augerbalb

des Waſſerthort), in Ferdinand Tomalat Kunſthandtung zu Peſſb und bet allen k. k. Poſtamter n

Herausgeber und Verleger Franz Wieſen.