Jahrgang 
Band 2 (1835)
Seite
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ben die Eiſenbahnen in England elnen mäch⸗ tigen Aufſchwung erhalten. Englands Wohl⸗ ſtand iſt dadurch ungeheuer vermehrt worden, und die meiſten Grundbeſizer, die ſich vorerſt ſo widerſezlich zeigten, ſegnen die Stunde, wo ſie das Parlament zu ihrem und des gan⸗ zen Landes Wohl zwang, ſolch ein geringes Opfer auf den Altar des Vaterlandes nie⸗ derzulegen. R.

Theatraliſches. Hr. Grimm iſt von ſeiner Reiſe nach Wien zurükgekehrt. Dem. Hagn kommt zwar nicht, hingegen wird Hr. Wild gegen Mitte Januars um ſo ſicherer eintreffen. Auch ſoll der berühmte Komiker, Hr. Scholz(vom Theater an der Wien) auf Gaſtrollen erwartet werden. Mad. Mink iſt won der neuen Direktion unter ſehr vortheilhaften Bedingniſſen gewon⸗ nen worden.

Muſit. Am 20. d. M. gab Hr. Per⸗ lasca, Tonkünſtler auf dem Violoncello,

im Saalezum König von ungaru, ein Privatkonzert, das ein gewähltes und zahl⸗ reiches Auditorium verſammelte. Das Gebo⸗ tene war auch eben ſo wohl in der Auswahl als in der Ausführung intereſſant. Der Kon⸗ zertgeber ſpielte ein Konzert von B. Romberg und Variationen für das Violoncell mit gro- ßer Fertigkeit und ſeelenvollem Ausdruke, wodurch er ſich den Beifall aller Anweſenden erwarb. Ganz vorzüglich war Madame Bräuer, die ein Rondeau von Hummel für das Pianoforte mit ungemeiner Bravour und vortrefflicher Behandlung ihres Inſtru⸗ mentes vortrug. Sie ärntete ſtürmiſchen Ap⸗ plaus. Das Rondeau für zwei Violinen, ge⸗ ſpielt von dem kleinen, ſchon recht braven Joſeph Mayer und ſeinem wakern Mei⸗ ſter Hrn. Taborsk y, erregte ebenfalls Sen⸗ ſation und einen Beifallsſturm. Hr. Stamp fl ſang eine Cavatine von Bellink, und entwi⸗ kelte dabei ſolch eine ſonore Stimme, daß ſie vom ganzen Publikum da Capo verlangt und von ihm ausgeführt wurde

1.

Bilder Gallerie. Nr. 12. Ale vander bon Humboldt. Friedrich Heinrich Alexander Freiherr v. Humboldt iſt geboren zu Verlin, den 14. Sept. 1769. Er iſt einer der größten jezt lebenden Gelehrten und hat ſich außerdem durch ſeine merkwürdigen Reiſen höchſt berühmt gemacht. Die

Wiſſenſchaft verdankt ihm viele Entdekungen und ſeine erſchienenen find im hohen Grade klaſſiſch. Er lebt gegenwärtig in Paris.

Werke N.

Mit dieſem Blatte wird zugleich ein trefflich geſtochenes Titelkupfer des Spiegels ausgegeben, geziert mit einer Vignette, die Redouten-Fronte des

Peſther prachtvollen Schauſpielhauſes darſtellend. von Hrn. Sürch geſtochen.

Kohlmann und die Vignette

Die Schrift iſt von Herrn

Somit ſchließen wir den achten Jahrgang dieſes Blattes mit dem Vewußt⸗

ſein Das redlich erfüllt 1856 werden wir nicht ſtehen geſchmake vorſchreiten. Fülle enthalten und

zu haben, was wir verſprochen. Im künftigen Jahre bleiben, ſondern in jeder Hinſicht mit dem Zeit

Der Text wird des Intereſſanten und Belehrenden in die Kupfer werden an Pracht und Eleganz ſtets Ueber⸗

raſchendes bieten. Schon im verfloſſenen Jahre iſt uns, die Modenbilder be⸗

treffend, kein Blatt Deutſchlands,

ſchneller Mitt heilung,

im Entfernteſten gleichgekommen.

an brillanter Ausſtattung u n d

Im Jahr

1836 wird mit erhöhtem Eifer und vermehrter Thätigkeit fortgefahren werden.

OGlük, Heil und Segen unſern Gönnern! 8 Die Redaktion des Spiegels.

Herausgeber end Verleger Franz Wieſen.

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