Jahrgang 
Band 2 (1835)
Seite
751
 
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Kabinets in Wien, nach der vor Kur⸗ zem getroffenen neuen Einrichtung, von A. F. Richter. 1835. 8.

Reiſenden und Freunden der Na⸗ tur muß willkommen ſein das Werk: Der Bodenſee nebſt dem Rheinthal von St. Luzienſteig bis Rheinegg; ein Handbuch für Reiſende und Freunde der Natur, Geſchichte und Poeſie von Guſtav Schwab, mit 2 Karten. Stuttgart bei Cotta.

Profeſſor Weber in Göttingen bat eine neueAkuſtik bei Köhler in Stuttgart herausgegeben.

Auguſt Lewald' sEuro⸗ pa, Chronik der gebildeten Welt. (Stuttgart bei Scheible) hat viele Mit⸗ arbeiter unter Gelehrten u. Künſtlern.

Ein Muſter einer Bibliotheks-Sta⸗ tiſtik für alle Länder iſt Balbi' s Essai statistique sur les bibliothe- ques de Vienne, précédé de la sta- tistique de la Bibliotheque impérial compare aux plus grands Stablis- semens de ce genre anciens et mo- derne et suivi d'un Appendice offrant lan statitistique dus archives de Ve nise et de la collection technologi que formée par S. M. I' Empereur Ferdinand J., un coup d'oeil sur les progrès de la civilisation, de 1 in- dustrie, du commerce et de la po- pulation dans la Monarchie autri- chienne. Wien, bei Volke. gr. 8. (Preis 1 fl. 20. kr. C. M.).m

Miszellen.

Wien. Ein bieſiger Korreſpon dent der Dresdner Abendzeitung(vom 6. 7. u. 8. Okt.), der für den wirklich blühenden Wohlſtand Wiens keine an⸗ dere Beweiſe als der Sache nur ſchäd⸗ liche Hyperbel aufzählen[kann, ſagt auch, daß der Schneider Gunkel für

ſein Etabliſſement auf dem Graben 4000

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Gulden C. M. jährliche Miethe bezahlt, und er mag hier unwillkührlich nicht

übertrieben haben; denn die Summe

erſcheint gewiß nicht ſo enorm, wenn man weiß, daß ein Pariſer Stiefel⸗ puzer im Palais- Royal 12000 Franken Miethe bezahlt, wie man dies vor ei- niger Zeit in allen Blättern geleſen. Aber nach dem, was der Schneider Gun kel, der auch Equipage und über 300 Geſellen halten ſoll, ſich für ſeine Waaren bezahlen läßt, die nicht beſſer als jene anderer ſeiner Zunftgenoſſen ſind, müßte man glauben, daß er den ganzen Graben gemiethet habe und da für Zins bezahlen müßte. 4000 Gulden nur? Die ſind in dee That bei 500 Oberröken, die doch 500 Geſellen leicht in 5 Tagen verfertigen, eingebracht. Der⸗ ſelbe Korreſp. ſchäzt den Werth der Hüte und Hauben der Weiber und Mädchen, die man an heitern Tagen im Prater erblikt, auf eine viertel Million Gul den. Ein bedeutendes Sümmchen! aber doch nicht mit dem Koſtenanſchlage einer ſo eben neu anzulegenden Eiſenbahn in England zu vergleichen, der ſich auf 3,000,000 Pf. St.(dreißig Millionen Gulden C. M.) beläuft! Dies nur nebenbei, weil der Korreſp. ſo bündig beweiſt, daß die hieſige Induſtrie-Aus⸗ ſtellung(die fürwahr ſehr bemerkens werth war, ohne daß es uns jener Vlusmacher zu verſichern brauchte) den Vorzug vor jenen in Paris und London habe! A. Gran.(Berichtigung der No tiz aus Bonn über das ſiebenbürgiſche Heilmittel der Hundswuth, im Spie gel Nr. 84). Der Hr. Mittheiler A. hat die fatalen Drukfehler in den Ber liner Zeitungen, wo dieſes Mittel zuerſt bekannt gemacht wurde, nachge ſchrieben, ohne ſie zu verbeſſern. Ein Dorf Rends gibt es nicht in Sie⸗ benbürgen, wohl aber Kendö ä im Maroſcher Stuhl des Szekler⸗Landes