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Toilette der Sandwichinſulanerinen.
Die Vewohnerinen der Sandwichinſeln ſind ſchön und gut gewachſen. Ihre Kleidung beſteht in einem im Lande verfertigten, neun Ellen langen und drei Ellen breiten Zeugſtüke, das bis ſechsmal um den Körper herumge— ſchlagen wird und bis auf die halbe Wade herabreicht. Der oberſte Theil des Zeuges gleicht dem gedrukten Kattune, ſo ſchön iſt er gefärbt. Ueber dieſes Zeug wird noch ein anderes weißes, ſchwarzes oder buntes Stük geworfen; am Halſe der Inſulanerinen hängt eine Pfeife und ein klei ner Sp ie⸗ gel; ohne dieſe beiden Gegenſtände glauben ſie nicht gepuzt zu ſein. Um den Hals tragen ſie ferner Flechten von dem Haar ihrer Liebhaber. Einige tragen das Haar lang und hinten zuſammengebunden, Andere dagegen ſchneiden es glatt ab, oder ziehen es von hinten vor nach der Stirn zu und färben es mit Kalk ganz weiß; es ſieht dann aus wie die Garnitur eines Häubchens. Sie lieben vor Allem die weißen Männerhemden und die ſchwarzen ſeidenen Tü— cher, welche ihnen ſehr gut ſtehen.
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(Erſtes Paar.) Und des VBergpfad's kühne Windung
Bald aus Holz und bald aus Stein Dient zwei Ländern zur Verbindung. Nähren wir der Flamme Schein;(Das Ganze.) 80 und Kies und Dampf und Eiſen In der Wälder dunklem Haus Können unſre Macht beweiſen. Ueben unſer' Werk wir aus;
(Zweites Paar.) Mag auch Dampf und Qualm uns Hoch erhebt ſich unſre Wand, ſchwärzen! Mitten im Tyroler-⸗Land; Wenn nur Frohſinn wohnt im Herzen.
J. G. Seidl.
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Leitung der Novitäten und Anfichten.
4 Widerliches hatten. Das Kind ward Miszellen.
von den Poken be fallen und das Ne⸗ Marſeille. Eine Dame, 93
ſultat dieſer ſchreklichen Krankheit war, daß es das Geſicht erhielt, und ſei⸗ Jahr alt und ſchon zweimal verwittibt, heirathete vor zwei Jahren zum drit—
tenmal einen 75 jährigen Mann. Die- ſer ſtarb ſo eben und man ſagt, daß die nun 95 jährige Wittwe nach einer vierten Heirath lüſtern ſei. N. London. Ein hieſiger Schnei— der beſizt eine neunjährige Tochter, die blind geboren war und deren unre⸗ gelmäßigen Züge etwas Abſtoßendes und
ne Häßlichkeit ſich in Schönheit ver⸗ wandelte. M. Paris. Der kürzlich hier ver— ſtorbene Staatsrath und Deputirte Fleury de Chaboulon faßte den Ent— ſchluß, ſein Schikſal an das Napoleons zu knüpfen. Er ſuchte auf der Inſel Elba das einzige Vertrauen, nach wel- chem er ſtreben konnte. Der Kaiſer gab es ihm. Er begleitete ihn auf ſeiner


