Jahrgang 
Band 2 (1835)
Seite
591
 
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Hrn. Dietz wird dieſer Tage ſelne Fahrten zwiſchen Paris und Verſailles beginnen. Er wird von 2 zu 2 Stun⸗ den abfahren und zwei elegant einge richtete Wagen nach ſich ſchleppen, von denen jeder 34 Perſonen faßt. Am 29. Auguſt beſtieg ein wohlgekleideter Mann, Namens Molinet, ein Holz

händler aus Mauperkuis, einen der

Thürme der Kirche Notre Dame in Paris. Auf die Gallerie gelangt, wel che beide Thürme mit einander verbin det, ſtürzte er ſich plözlich auf die Quaderſteine des Vorplazes herab, und war auf der Stelle todt. Seine Beine und Arme waren an mehreren Stellen

gebrochen, und das Geſicht ſchreklich

zerſchmettert. Der wiſſenſchaftliche Kongreß zu Douai ſcheint noch glän zender zu werden, als die frühern in Caen und Poitiers, obgleich bei lez terem 220 Mitglieder anweſend waren. Unter den ausgezeichneten Fremden, die dabei erſcheinen werden, nennt man die Lords Brougham, Douro und Mansfield, die Barons v. Staſſart und v. Neiffenberg aus Belgien, den Für ſten und die Fürſtin von Salm u. ſ. w. Am 25. Auguſt machte Hr. Ville⸗ roy in der Bucht von St. Quen un⸗ weit Paris die angekündigten Probe verſuche mit ſeinem neuer fundenen Tau⸗ cherboote in Geſtalt eines Wallfiſches, deſſen Schwanz und Floßen einen Ap⸗ parat bilden, wodurch die Beweg un gen geleitet werden. Es ſcheint, daß das Boot, nach einem beſondern Ver fahren mit dem Ballaſt, jeden Augen⸗ blik und für jede beliebige Zeit un⸗ tertauchen kann. Nachdem Hr. Ville⸗ roy mit zwei Matroſen in jeder Rich⸗ tung auf der Oberfläche gefahren war, verſchwand er wiederholt, und blieb

einige Zeit unter dem Waſſer, oyne

daß er davon die geringſte Unbequem lichkeit zu verſpüren ſchien. Auf eini⸗ ge Minuten nahm Graf Liancourt den

Plaz des einen Matroſen ein. Das Experiment dauerte zwei Stunden. Admiral Vergeret, Sir Sidney Smith und andere Sachkundige waren zu gegen. B.

* Aliszellen.

Wien. Seit 1. September hae in den Lokalitäten der k. k. Reitſchule und des kleinen Redoutenſaales die Ausſtellung vaterländiſcher Induſtrie und Kunſtgegenſtände begonnen. A.

Frankfurt. Ein junger Iſrae⸗ lite, von Rödelheim gebürtig, war vor etwa 35 Jahren nach Amerika als ar⸗ mer Handelskommis gegangen, und es gelang ihm, durch Fleiß und Betrieb⸗ ſamkeit daſelbſt ein großes Glük zu machen, ſo daß er ſich gegenwärtig an der Spize eines der erſten Handlungs- häuſer zu New⸗ Orleans, Herrmann und Komp., und im Beſtiz mehrerer Millionen befindet. Vor einigen Wo chen ſtattete er einen Beſuch in ſeiner Heimath ab, in der Abſicht, ſeine zahlreichen Seitenverwandten zu beden⸗ ken. Er hat denſelben eine baare Sum me von wohl 150,000 fl. als Kapital. überwieſen, und mehrere andere Wohl

thaten erzeugt. Jezt iſt derſelbe wieder

nach New-Orleans zurükgekehrt. A.

Wien. In einer Vorſtadt Wiens ward ein Arbeiter beim Graben eines Brunnens verſchüttet. Nach 51 Stunden raſtloſer Arbeit, ward derſelbe lebend

aus ſeinem Grabe gezogen und man

hat Hoffnung, daß keine weitere ſchäd liche Folgen für denſelben daraus er wachſen werden. A. München. Hier iſt ein Falſch⸗ münzerklubb entdekt und den Gerichten übergeben worden. T. Nürnberg. Eine für den Ma⸗ ler, Dekorateur, ſo wie für alle Ar⸗