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auf faſt betäubende Weiſe in Anſpruch, und beſonders emp fand ich dies, kaum geneſen wie ich es war.

Der Ball am Abende war das Schönſte, was man ſehen konnte, alle Da⸗ men waren weiß gekleidet, mit Perlen und Diamanten aufs reichſte geſchmükt, aber ſie, die jede Schönheit verdunkelt haben würde, erſchien nicht. Ueberall hörte man Ausbrüke des Bedauerns darüber und, hätte ich nicht bis zulezt noch gehofft, ſie werde erſcheinen, ſo würde das Feſt mir endlos vorgekommen ſein. Am andern Tage hieß es, Briefe aus Paris hätten die Marquiſe bewo⸗ gen, augenbliklich dorthin zurükzukehren; gewiß iſt es, daß ſie abgereiſt war.

(Beſchluß folgt.)

Hölzerne Artillerie.

Die holländiſchen Vauern an der Gränze der Kolonie am Vorgebirge der guten Hoffnung empörten ſich gegen die Engländer, bald nachdem dieſe von der Kolonie Beſiz genommen. Da ſie wußten, daß die gegen ſie ausgeſandten Sol⸗ daten Kanonen bei ſich hatten, ſo beſchloſſen ſie, ſich auch mit Geſchüz zu ver ſehen, und zwar von ſchwererem Kaliber, als die Vierpfünder der Britten. Sie fällten deshalb einem Baum, höhlten ihn aus, umgaben ihn mit eiſernen Reifen, und da es ein Neunpfünder ſein ſollte, ſo luden ſie ihn mit 9 Pfund Pulber. Aber nun entſtand die Schwierigkeit, wer die Ehre haben ſollte, ihn abzu feuern. Sie gruben endlich ein Loch in die Erde, das tief genug war, um einen Mann aufzunehmen, und ſtreuten das Zündpulver bis dorthin es wurde angezündet, und das Geſchüz ſprang in tauſend Stüke, und ehe ſie noch ein anderes anzufertigen im Stande waren, kamen bereits die brittiſchen Truppen und machten ſie zu Gefangenen. 5

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Der berühmte Weinhändler und Kenner Dahm in Mainz hat die ſo ſchwierige wie für den Liebhaber intereſſante Rangordnung aller Rheinwein⸗Jahrgänge von 17853 bis 1834 erprobt, und ſeine Klaſ ſifikation findet den vollen Beifall aller Sachverſtändigen und Feinſchmeker, und dürfte vielleicht auch auf ungariſche Weine Anwendung finden.

Dieſer Linnäus unter den Gaſtronomen nimmt in den genannten 52 Jah⸗ ren 49 Weinklaſſen an; 3 Jahrgänge fallen, als unter der Würde des Sy⸗ ſtems, aus, nämlich 1790, 1806 und 1817. Den erſten Rang nimmt der Wein von 1785, den lezten der von 1809 ein; gleich nach Nr. 1 kommt 1811, dann 1854, der aber leider erſt in drei Jahrendas Menſchenherz erquiken kann), und dann erſt der liebliche 1822. Gewächſe von ziemlich gleicher Güte(wie z. V. 1785 und 1784, 1791, 1792 und 1795, 1806 und 1807, 1832 und 1853) ſind nur ſelten auf einander gefolgt; dagegen ſteht ſehr oft ein gutes Jahr zwiſchen zwei ſchlechten oder doch mittelmäßigen, wie z. B. 1794, 1811 und 1822. Doch ich ſeze lieber eine Tabelle auf und her, die, beſſer als mein Raiſonnement, die Geheimniſſe der Taufregiſter des jährlich wieder

) Iſt ſchon heuer ein ſehr liebliches Getränk.